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Einziehung  der  tauglichsten  Kräfte,  durch  Einziehung  auch  der  kenntnisreichsten
  Wirtschaftsleiter,  eine  Verteuerung  und  Erschwerung  der
Beschaffung  für  Futter,  Dünger,  Arbeitsvieh,  Transporte.  Wird
dergleichen  nicht  durch  eine  entsprechend  höhere  Preisstellung  der  Erzeugnisse
  ausgeglichen,  so  kann  die  ordnungsmäßige  Wirtschaft  unmöglich
  gemacht  oder  beim  Hersteller  die  Lust  und  Hiebe  zur  ertragreichen,
  sorgfältigsten  Berufsarbeit  ertötet  werden.  Das  ist  schlechte
Erzeugerpolitik,  aber  auch  schlechte  Verbraucherpolitik,  denn  über  der
günstigen  Preisstellung  steht  die  Heranschaffung  der  nötigen  Nahrung
und  des  notwendigen  Lebensbedarfs.  Was  nützt  ein  Höchstpreis,  der
nur  auf  dem  Papier  steht,  der  den  Mangel  an  Vorräten  nicht  beseitigt,

sondern  ihn  mit  seiner  mäßigen  Preisstellung  nur  verschleiert,  ihn  in
Wirklichkeit  noch  verschärft!  Krieg  und  Teuerung  sind  stets  zusammen
aufgetreten.  „Die  allgemeine  Teuerung  ist  nicht  Wucher,  sondern
Kriegsnot,  die  würdig  und  fest  getragen  werden  muß,  wie  das  deutsche
Volk  diese  schwere  Zeit  trägt  und  bis  zum  Ende  tragen  wird“,  „heißt
es  in  der  wertvollen  Broschüre  „Ernährung  und  Teuerungꝰ  des
Preußischen  Ministeriums  des  Innern  (1010)  mit  Recht,  und  diese  Erwägung
  setzt  auch  der  Höchstpreispolitik  ihre  Schranken.

Erhebliche  Schwierigkeiten  bereitet  ferner  die  Einfuhr  den
Höchstpreisen.  Sie  ist  ohnehin  durch  die  wirtschaftliche  Kriegführung
für  Deutschland  stark  bedroht  und  beschränkt.  Die  Preisverschiebung
in  Deutschland  rührt  großenteils  davon  her,  daß  mindestens  10
unserer  Nahrungs-  und  Futtermittel,  nach  anderen  Berechnungsarten
noch  mehr,  durch  die  Einfuhrsperre  abgeschnitten  sind.  Andere  Einfuhr
wird  nur  durch  größeren  Gewinnanreiz  noch  hereingelockt.  Eine  feste  Beschränkung
  der  Gewinnmöglichkeit  für  Einfuhrware  durch  Höchstpreise
kannnun  leicht  auch  diese  an  sich  noch  mögliche  Einfuhr  vertreiben.  Läßt
man  aber  die  Einfuhrware  bei  der  Preisfestsetzung  frei,  so  führt  das  im
Verkehr  zu  tausend  Betrügereien  und  Umgehungen  der  Höchstpreise,
auch  viele  inländische  Ware  wird  dann  als  ausländische  verkauft.  Dann
behält  man  schließlich  nur  noch  dieschlechten  Folgen  der  Höchstpreiseohne
ihre  guten.  In  dieser  Not  hat  Deutschland  sich  durch  die  Zentralisierung
der  Einfuhr  geholfen,  so  daß  durch  die  freibewegliche  Wirtschaftskraft
der  alleinigen  Einkäufer,  nicht  durch  starre  Breisnormen  eine  Preistreiberei
  ausländischer  Lieferanten  möglichst  hintangehalten  werden
Leile  Dazu  tritt  mehr  und  mehr  die  VBerwendung  der  zu  hohen

reisen  gekauften  Einfuhr  außerhalb  des  Wirtschaftsverkehrs,  für
öffentliche  Zwecke  namentlich  des  Heeres,  sodaß  die  inländische  Preisbildung
  durch  die  Einfuhr  möglichst  wenig  berührt  und  gestört  wird.

In  dieser  Erwägung  bleibt  sowohl  bei  den  Gestehungskosten
wie  bei  der  Einfuhrbewertung  die  fernere  Frage  noch  außer  Betracht,