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wegen  der  großen  Entfernung  nur  den  wirtschaftlichen  Oberschichten
  zugänglich  war  und  auch  in  ihnen  das  Gepräge  des
Luxusgutes  an  sich  trug,  ist  seit  langem  wirtschaftliches  Allgemeinbedürfnis
  geworden,  selbst  wenn  von  physiologischen  Notwendigkeiten
  nicht  im  leisesten  die  Rede  sein  kann,  man  denke  an  Kaffee,
Betroleum,  Reis  und  vieles  andere,  was  wir  trotß  seiner  überseeischen
  Herkunft  schon  längst  nicht  mehr  zu  den  Genußgütern,
sondern  zu  den  Lebensnotwendigkeiten  zu  rechnen  haben.  Da
darf  dann  die  Einfuhr  dieser  Waren  als  eine  Unentbehrlichkeit
bezeichnet  werden,  sie  gehörte  zum  Wesen  der  deutschen  Wirtschaftsverfassung.
  Deutschland  als  Konsument  dieser  Ware,  die
überseeischen  Gebiete  als  Erzeuger  waren  zu  einer  wirtschaftlichen
Einheit  geworden,  bildeten  erst  in  ihrer  Zusammenfassung  ein
wirklich  lebensfähiges  Ganzes.

Von  der  Einfuhr  her  ist  auch  die  Ausfuhr  deutscher  Erzeugnisse
  für  unser  Wirtschaftsleben  eine  Unentbehrlichkeit  gewerden.
Was  vordem  nur  ein  Abstoßen  der  in  Deutschland  selbst  nicht  abzusetzenden
  Uberschußproduktion  bedeutete  und  der  Einfuhr  gegenüber
gleichsam  das  Prius  war,  mußte  in  der  letzten  Friedenszeit  eigens
für  die  Ausfuhr  hergestellt  werden,  weil  es  zur  Bezahlung  der
uns  unentbehrlich  gewordenen  Einfuhr  zu  dienen  hatte.  Da  konnten
weite  Teile  unserer  Industrie  sich  eigens  auf  diesen  Auslandsabsatz
einrichten.  Ein  Wegfall  der  Ausfuhr  mußte  für  große  Kreise
unserer  Bevölkerung  eine  empfindliche  Störung  ihrer  Arbeits=  und
damit  ihrer  Einkommensmöglichkeiten  herbeiführen.  Die  Ausfuhr
dentscher  Fabrikate  hatte  eine  derartige  Regelmäßigkeit  angenommen,
daß  die  fremden  Empfangsgebiete  sich  ebenfalls  mit  ihren  Wirtschaftsbedürfnissen
  darauf  hatten  einrichten  können,  auch  drüben
war  diese  Einfuhr  für  den  ganzen  Wrtschaftsaufbau  unentbehrlich
geworden.  Wiederum  können  wir  von  einer  Einheit  sprechen,
deren  Teile  wirtschaftlich  ihre  Selbständigkeit  aufgegeben  haben
und  erst  in  gegenseitiger  Ergänzung  von  Produktion  und  Konsumtion
  zu  einem  Ganzen  sich  runden.  Die  Lokalwirtschaften  der
älteren  Zeit  haben  sich  zur  Weltwirtschaft  der  Neuzeit  zusammengeschlossen.

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Aufgaben  des  Handels  in  der  Weltwirtschaft.  Eben
diese  Gewohnheit,  die  wirtschaftlichen  Elementarbedürfnisse  von  der
Fremde  her  zu  decken  und  einen  großen  Teil  vom  Ergebnis  der
eigenen  Arbeit  in  die  Fremde  abzustoßen,  hat  nun  auch  dem
Handel  eine  ganz  andere  Bedeutung  beigelegt,  als  er  se  zuvor
gehabt  hat.  Hat  der  Mensch  sich  erst  allenthalben  daran  gewöhnt,