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alles  und  sedes,  dessen  er  zur  Befriedigung  seiner  Wünsche  bedarf,
  im  Wege  des  Kaufes  an  sich  zu  bringen,  so  muß  er  auch
von  seinen  Leistungen  und  seinen  Gütern  so  gut  wie  alles  verkaufen.
Es  verliert  auch  seinen  Sinn,  den  eigenen  Verbrauch  auch  nur
teilweise  aus  eigener  Arbeit  zu  decken,  wenn  doch  seder  Einzelne
mit  den  Lebensnotwendigkeiten  schon  aufs  Einkaufen  gestellt  ist.  Jeder
wird  dann  im  Kerne  seines  Wesens  zu  einer  Käufernatur  und
hat  die  Abneigung  des  natürlichen  Menschen  gegen  alles  Kaufen
und  Tauschen  ein-  für  allemal  überwunden.  Produktion  und  Konsumtion
  sind  damit  nicht  mehr  in  der  einzelnen  Wirtschaft,  im  einzelnen
Haus  und  Betrieb  gegenständlich  miteinander  verbunden.  Die  unendliche
  Bielheit  aller  Einzelwirtschaften  muß  über  die  ganze  Erde
hinweg  zueinander  in  Beziehung  treten,  damit  das  Broduzieren  seinen
Endzweck  der  Konsumdeckung  wirklich  erreichen  kann.  Und  dazu
bedarf  man  eines  berufsmäßigen  Vermittlers.

Für  den  Güteraustausch  mit  Ubersee  ist  das  an  sich  nichts
neues,  die  weiten  Entfernungen,  über  welche  die  Auslandsbeziehungen
  hinüberführen,  und  die  große  Berschiedenheit,  welche
nicht  nur  in  den  Gütern  selbst,  sondern  vor  allem  auch  in  den
Rechts=  und  Sittenanschauungen  der  einzelnen  Länder  herrschen,
haben  es  von  seher  zur  Notwendigkeit  gemacht,  den  Fremdverkehr
durch  einen  besonderen  Handelsberuf  pflegen  zu  lassen.  In  der
Weltwirtschaft  aber  hat  dieser  Außenhandel  naturgemäß  eine  ganz
andere  Bedeutung  bekommen,  hängt  von  ihm  und  seinem  richtigen
Funktionkeren  doch  nicht  mehr  nur  die  Befriedigung  von  Luxuswünschen,
  sondern  die  Deckung  des  allernotwendigsten  Bedarfs
ganz  unmittelbar  ab.  Dazu  ist  im  Innern  der  einzelnen  Länder  der
Austausch  von  Gütern  und  Leistungen  ebenfalls,  da  sich  alle  Welt
setzt  daran  beteiligt,  viel  zu  mannigfaltig  und  unübersichtlich  geworden,
als  daß  seder  Einzelne  stets  von  sich  aus  darauf  rechnen  könnte,  in  der
erforderlichen  Regelmäßigkeit  und  Schnelligkeit  einen  Verbraucher
fur  seine  Erzeugnisse  zu  finden,  oder  direkt  vom  Erzeuger  her  seine
Bedurfnisse  zu  decken.  Man  braucht  also  sogar  im  alltäglichen  Leben
einen  besonderen  Bermittlerberuf,  der  die  Fäden  des  Güteraustausches
  von  allen  Seiten  her  zusammenfaßt,  um  sie  nach  allen
Seiten  hin  wieder  auseinandergehen  zu  lassen.  Jetzt  ist  der  Handel
als  selbständiger  Beruf,  der  früher  —  den  Auslandsbeziehungen
entsprechend  —  eine  nebensächliche  Begleiterscheinung  des  im  Kerne
ohne  ihn  auskommenden  Wirtschaftslebens  war,  zum  Träger  und
Organisator  der  internationalen  ebenso  wie  auch  der  lokalen  Wirtschaftsbeziehungen
  geworden.  Der  Handel  recht  eigentlich  hat  das
ganze  Getriebe  im  Gang  gehalten.  Man  kann  den  Ausdruck