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ist,  wieder  den  Charakter  einer  Begleiterscheinung  unseres  Wirtschaftslebens
  angenommen  hat,  während  der  Kern  der  Wirt—
schaftsführung  auf  dem  räumlich  beschränkten  Güteraustausch  einer
geschlossenen  Nationalwirtschaft  beruht,  also  wieder  lokalwirtschaftliches
  Gepräge  trägt.  Damit  ist  das  Unbeschränkte  des  Mengenzuflusses
  ebenso  wie  der  freie  Mengenabfluß  fortgefallen.  Oie
Unterlagen  des  Mengenausgleiches  und  zugleich  die  Unterlagen  der
bisherigen  Preisbildung  sind  infolgedessen  völlig  zerstört.  Die
Frage  taucht  auf,  ob  und  in  welchem  Umfange  unter  so
geänderten  Verhälnissen  noch  ein  Handel  seine  Berufstätigkeit
  entfalten  kann,  und  wie  es  jetzt  mit  der  Preisbildung
  zu  halten  ist.

Mengenausgleich  und  Preisbildung.  In  der  normalen
Weltwirtschaft  stehen  Mengenausgleich  und  Preisbildung,  auch  wenn
sie  berufsmäßig  voneinander  getrennt  sind,  in  einem  notwendigen
Gegenseitigkeitsverhältnis.  Der  Mengenausgleich  bedient  sich  der
Preise  als  des  wichtigsten  Mittels,  die  Produzenten  zum  Verkauf
und  die  Konsumenten  zum  Kaufe  anzureizen.  Die  Preisbildung
wiederum  wird  von  dem  tatsächlich  erfolgten  und  dem  in  Aussicht
genommenen  Mengenausgleich  entscheidend  bestimmt.  Es  stehen  also
Kaufkrast  und  Kaufbegehr  auf  der  einen  Seite,  Lieferungsbereitschaft
  und  Produktionskosten  auf  der  andern  Seite,  als  die  Elemente
  des  weltwirtschaftlichen  Güteraustausches  einander  gegenüber.

Hieraus  ergibt  sich  auf  der  Konsumentenseite,  daß  bei  gleichem
Kaufbegehren  die  seweils  stärkere  Kaufkrast  den  tatsächlichen
Empfänger  bestimmt.  Das  will  sedoch  bei  notwendigen  Lebensmitteln
  für  den  Umfang  des  einzelnen  Konsums  und  damit  auch
des  Gesamtverbrauchs  nicht  viel  besagen,  denn  auch  die  ärmste,
die  Familise  mit  dem  geringsten  Einkommen,  muß  ihre  Kaufkrast
auf  diese  dringendsten  Notwendigkeiten  konzentrieren  und  steht  daher
dem  Angebot  mit  ziemlich  der  gleichen  Kaufkraft  gegenüber  wie  der
NReichste,  der  von  seinem  großen  Einkommen  auch  nur  den  gerade  notwendigen
  Teil  dem  Einkauf  von  Nahrungsmitteln  widmet.  Andert
sich  das  Berhältnis  der  Lebensmittelpreise  zum  Einkommen,  so  pflegt
die  Wirkung  sich  im  Konsum  der  Entbehrlichkeiten  zu  zeigen,  für
welche  bei  niedrigen  Lebensmittelpreisen  mehr  und  bei  hohen  Lebensmittelpreisen
  weniger  vom  gleichen  Einkommen  übrig  bleibt.  So
lange  der  Mengenzufluß  gesichert  erscheint,  ist  daher  die  Deckung
des  Bedarfs  für  den  Einzelnen  ebenfalls  gesichert  und  im  allgemeinen,
  wenn  nicht  ganz  plötzlich  besonders  große  Störungen  eintreten,
  nicht  entscheidend  von  der  Preishöhe  abhängig.