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Wert  auf  größte  Vorsicht  und  größte  Solidität  gelegt  werden  mußte,
etwas  ausgeprägt  Unübersichtliches  und  Schwankendes,  selbst  Unsolides.
  Niemand  hatte  eine  Ubersicht,  was  eigentlich  eingekauft
war,  auf  welche  Mengen  man  den  heimischen  Wirtschaftsplan  wohl
einstellen  könnte.  Die  OQualitäten  wurden  völlig  durcheinander
gewirbelt  und  unsicher.  Vor  allem  aber  wurden  die  Preise  gegenseltig
  maßlos  in  die  Höhe  getrieben  und  die  Märkte  des  neutralen
Auslandes  in  Unordnung  gebracht.  Da  mischten  sich  dann  die
ausländischen  Regierungen  im  Interesse  ihrer  eigenen  Bolkswirtschaft
  regelnd  ein.  Verhältnismäßig  rasch  kam  es  dazu,  daß  die
Ausfuhr  der  fremden  Staaten  nicht  mehr  frei  erlaubt  blieb,  während
man  doch  im  Beresche  dieser  Staaten  selbst  die  Preise  auf  einer
festen  Höhe  zu  halten  versuchte.  Und  da  blieb  auch  uns  nichts
anders  übrig,  als  die  Einfuhr  unter  gewisse  Regeln  zu  stellen.
Zumal  dann,  wenn  die  Nahrungsmitteleinfuhr  nur  noch  im  Wege
des  Kompensationsverkehrs  möglich  ist,  die  Staatsverwaltung  also.
von  vornherein  ihre  Hand  ins  Spiel  stecken  muß,  ist  es  wohlangebracht,
  den  Berkehr  im  ganzen  in  Obhut  zu  nehmen.

Wiederum  fst  es  aber  eine  reine  Zweckmäßigkeitsfrage,  ob  innerhalb
  der  staatlich  festgelegten  Grenzen  noch  ein  Handel  zur  Betätigung
zugelassen  wird.  Da  ist  gewiß  zu  bedenken,  daß  allein  die  Regelung
der  Kompensationen  und  etwa  die  Preisfestlegung  noch  nicht  genügen,
  den  Einfuhrverkehr  in  die  erforderliche  Ubersichtlichkeit  und
Regelmäßigkeit  hineinzubringen.  Man  kann  günstigstenfalls  nur  eine
kleine  Zahl  von  alteingeführten  Handelsfirmen  zur  Bewirkung  dieser
Einfuhr  noch  heranziehen,  nicht  etwa  seden  Belkebigen  zulassen.  Auch
da  geht  es  ohne  Rücksichtslosigkeiten  nicht  ab.  So  mancher  tüchtige
Neuling,  der  bei  freier  Arbeit  vielleicht  mehr  erreicht  hätte  als  die
alten  Firmen,  muß  im  Interesse  des  ruhigen  Arbeitens  zurückgewiesen
werden.

In  den  alten  Firmen  steckt  aber  regelmäßig  so  viel  gewichtige
Kenntnis  von  den  Verhältnissen  des  einzelnen  Auslandgebietes,  daß
man  sie,  soweit  wie  irgend  möglich,  heranziehen  sollte.  Gerade  im
Auslande  pflegen  die  Grundlagen  des  Rechts  und  der  sittlichen  Anschauungen
  keineswegs  immer  mit  dem  übereinzustimmen,  was  bei
uns  zu  einer  festen  Unterlage  auch  der  wirtschaftlichen  Arbeit  geworden
  ist.  Da  heißt  es  also,  die  Mittel  jeweils  dem  Zweck  richtig
anzupassen,  die  innerhalb  des  fremden  Staates  Beteiligten  in  der
ortsangemessenen  und  ortsüblichen  Weise  zu  behandeln.  Der  Boden
ist  zumal  im  Kriege  da  draußen  zu  heiß  geworden,  als  daß  man  ihn
anders  als  mit  genauester  Kenntnis  der  Personen  richtig  bearbeiten
könnte.  Das  Heranziehen  der  alteingeführten  Firmen  wird  also  umso

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