Grundsätzliches  zur  Nahrungsmittelpolitik  der  Gemeinden.  17

lage  von  Elsner,  Berlin)  hingewiesen,  da  es  im  Rahmen
eines  kurzen  Aufsatzes  einfach  unmöglich  ist,  auch  nur  die
allerwichtigsten  Dinge,  wie  die  Frage  der  gleitenden  Preisskala
  und  andere  zu  berühren.  Dagegen  sei  noch  auf  eine
gegenwärtig  sehr  aktuelle  Seite  der  kommunalen  Fleischversorgung
  wenigstens  hingewiesen.  Die  Erfolge,  die  Städte
wie  Strahburg  und  Frankfurt  a.  M.  mit  der  Ubernahme
der  Wurstfabrikation  in  eigner  Regie  haben,  die  große  Ersparnis
  an  Arbeit,  Material,  Einrichtungen  und  Geräten
verbunden  mit  der  Erleichterung  der  gerade  bei  der  Wurstherstellung
  besonders  notwendigen  gesundheitlichen  Uberwachung
werden  bei  längerer  Kriegsdauer  wohl  alle  Großkommunen
zur  Nachfolge  veranlassen.  Diesen  Vorteilen  gegenüber  fällt
die  größere  Mannigfaltigkeit  der  Wurstsorten,  die  der  Privatbetrieb
  mit  sich  bringt,  nicht  ins  Gewicht.  Sind  die  städtischen
Wurstfabriken  aber  erst  einmal  überall  im  Gange,  dann
braucht  man  nicht  zu  befürchten,  daß  die  Städte  jemals
wieder  hier  durch  das  private  Gewerbe  ausgeschaltet  werden
können,  ebenso  wenig  wie  bei  der  Gas=  und  Elektrizitätsversorgung.
  Das  ergibt  dann  eine  Verstärkung  des  Interesses,
das  die  Verwaltungen  schon  an  und  für  sich  dem  Vieh=  und
Fleischmarkt  zuwenden  müssen.

Die  vorstehenden  Darlegungen  zeigen  wohl  trotz  aller
bei  der  gebotenen  Kürze  notwendigen  Lückenhaftigkeit,  daß
auf  den  wichtigsten  Gebieten  der  kommunalen  Nahrungsmittelversorgung
  bereits  wertvolle  Pionierarbeiten  geleistet
worden  sind,  und  daß  es  nur  darauf  ankommt,  daß  jeder
Verbraucher  in  seinem  Kreise  den  Willen  zur  Nachfolge  und
zur  Ausgestaltung  bereits  bestehender  Ansätze  wecke.  Dann
wird  es  auch  nicht  mehr  lange  dauern,  bis  die  heute  schon
von  gewichtigen  Stimmen  geforderte  Zusammenfassung  der
kommunalen  Nahrungsmittelversorgung  in  großen  Nahrungsmittelämtern
  zur  Wirklichkeit  wird.

Hack“  und  Rawitsch.  2