24  Vorschläge  zur  Ernährung  des  deutschen  Volkes  in  Krieg  und  Frieden.

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der  Landhunger  des  kleinen  Mannes,  das  Vetlangen  nach
dem  Besitz  einer  eigenen  Scholle  zum  Anbau  o  von  Kartoffeln
und  Gemüse  für  den  Selbstbedarf.

Hatte  die  Einführung  des  leingarienbaue  bisher  nur
in  hygienischer  und  ethischer  Beziehung  schnelle  Anerkennung
gefunden,  so  hat  der  Krieg  erst  die  hohe  vollswirtschaftliche
Bedeutung  der  Ausnützung  kleiner  Flächen  für  die  Vermehrung
  der  Nahrungsmittelerzeugung  erwiesen.  Hierbei
darf  nicht  unterschätzt  werden,  daß  die  Bodenerträge  in  den
Feierstunden,  also  als  Nebenbeschäftigung,  erzeugt  werden,
und  daß  der  Erzeuger  der  Produkte  zugleich  Verbraucher
derselben  ist.  Gerade  hierin  ist  eine  Entspannung  des  Massenbedarfs
  und  ein  gewisser  Einfluß  auf  die  allgemeine  Preisregulierung
  zu  erblicken.

Zudem  nimmt  der  Kleingartenbau  zumeist  nur  brachliegende
  Flächen  in  Anspruch,  die  sich  als  wüster  Ring  um
die  wachsenden  Städte  legen,  bis  das  Gelände  nach  Jahrzehnten
  baureif  geworden  ist  und  neue  Häuserblocks  aufnimmt.
Für  die  Zwischenzeit  ist  der  Kleingartenbau  gewiß  die  beste
Ausnützung  durch  den  Mittel-  und  Arbeitersiand  der  Groß
stadt  und  des  Industrieortes.

.#  Nicht  unerwähnt  darf  an  bieser  Stelle  eine  in  ganz
Deutschland  begeistert  und  warnherzig  ausgenommene  Bewegung
  bleiben:
in  absnmsmisortnt  Laron

Sowohl  die  Wirlschaftsheimstätten  (.  h.  kleinste  landwirtschaftliche
  Betriebe),  als  auch  die  Wohnheimstätten  bieten
günstige  Gelegenheit  zum  Anbau  von  Gemüsen  aller  Art.

Kenntnisse  im  Kleingartenbau  erhalten  die  kriegsbeschädigten
  Ansiedler  während  ihres  oft  langen  Aufenthaltes  in
den  Lazaretten  durch  dort  abgehaltene  Gartenbaukurse.  Auch
besteht  die  Absicht  einiger  Städte,  die  Kriegerheime  erbauen,
Lehrgärtnereien  einzurichten,  in  denen  die  Ansiedler  fachlichen