Baut  mehr  Hülsenfrüchte  an!  65

bauer  mehr  für  spätere  Zeiten  einen  Fingerzeig  zu  geben.
Sollte  diese  oder  jene  der  genannten  Sorten  aber  auch  jetzt
bei  dem  mit  der  Lieferung  betrauten  Samenhändler  in  gut
keimfähiger  Beschaffenheit  zu  haben  sein,  dann  ist  es  natürlich
um  so  besser.

Da  die  Hülsenfruchtsamen  schwer  sind,  benötigt  man
selbst  bei  sparsamem  Verbrauch  immerhin  eine  ganz  beträchtliche
  Menge  Samen.  Von  Buschbohnen  werden  für  ¼  ha
(Z1  Morgen)  im  Durchschnitt  25—27  kg  gebraucht,  bei
gartenmäßigem  Beetanbau  etwa  20  Gramm  für  den  Quadratmeter;
  bei  Stangenbohnen  beträgt  die  Saatgutmenge
85—90  kg  für  ¼  ha;  von  Erbsen  werden,  je  nach  Sorte  und
Pflanzweite,  20—40  kg  für  ¼  ha,  bei  Beetkultur  10—20
Gramm  für  den  Quadratmeter  benötigt;  bei  Puffbohnen
genügen  auch  15—20  Gramm  für  den  Quadratmeter.

Nachstehend  gebe  ich  eine  kurzgedrängte  Anleitung  über
die  Kultur  der  wichtigsten  Hülsenfruchtarten.

1.  Bohnen.

Man  hat  zu  unterscheiden:

a)  Busch=  oder  3wergbohnen,  die  etwa  0.50  m  hohe

Büusche  bilden,

b)  Stangenbohnen,  die  über  2  m  lange  windende  Stengel

bbilden,  und  endlich  auch  noch  eine  wenig  bekannte
Zwischenform,

e)  Reiserbohnen,  die  etwa  1  m  hochwindende  Stengel
erzeugen  und  durch  Reiser  (wie  bei  Erbsen)  in  die  Höhe
gehalten  werden  (selten  im  Handel).

Sorten.  Es  gibt  mehr  als  300  angebaute  Bohnensorten.
  Bewährte  neuere  und  ältere  Sorten  sind  folgende:
a)  Buschbohnen,  grün:  Hinrichs  Riesen,  weiß  mit  Fäden,

„  „  „  ohne  „
"  bunt,  #  77
Saꝛa,  Thuringia,  Triumph  Kaiser  Wilhelm,  Nordstern,
Sachsenhäuser  Wilde  (Proskauer),

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