Baut  mehr  Hülsenfrüchte  an!  67

Während  des  Wachstums  ist  ein  Lockerhalten  des
Bodens  die  Hauptsache.  Bei  anhaltender  Trockenheit  sollte
auch  gegossen  werden.  Sehr  oft  werden  durch  Trockenheit
erschöpfte  Pflanzen  wieder  zum  Wachsen  und  Blühen  angeregt,
  wenn  stark  gegossen  wird  und  danach  verdünnte  Jauchegüsse
  verabfolgt  werden.

Die  Aussaat  von  Buschbohnen  kann  man  bis  Mitte
Juni  mehrmals  wiederholen.  Zur  Samenzucht  bestimmte
Pflanzen  werden  völlig  unberührt  gelassen.  Wenn  sie  dann
am  Absterben  sind,  werden  sie  herausgezogen  und  trocken
aufbewahrt.  Später  können  dann  die  Samen  enthülst
werden.

2.  Erbsen.

Man  unterscheidet  Pahl=  oder  Kneifel-,  Mark=  oder
NRunzel=  und  Zucker-Erbsen.  Von  den  ersten  beiden  werden
die  grünen,  also  unreisen  Samen,  von  den  Zuckererbsen  aber
die  grünen  Samen  mit  den  zarten  Hülsen  verspeist.  Die
innere  Haut  bei  den  Zuckererbsen-Hülsen  ist  sehr  dünn  und
nicht  abzuziehen.  Zum  Frischverbrauch  sind  die  Zucker=  und
Mark-Erbsen  beliebter,  während  zum  Einlegen  in  Gläser  und
Büchsen  die  Pahlerbsen  meist  Verwendung  finden.

Nach  dem  Wachstum  sind  noch  zu  unterscheiden  die
niedrigen  oder  Zwerg-Erbsen  und  die  hochwachsenden
Reiser=  oder  Stiefel-Erbsen.

Sorten:

a)  Pahl=  oder  Kneifel-Erbsen:  Allerfrüheste  Mai  (55),
Buchsbaum-Schnabel  (30),  Monopol  (50),  grünbleibende
Folger  (100),  Sara  (60),  Erpreß  (60).

b)  Mark=  oder  Runzel-Erbsen:  Wunder  v.  Amerika  (20),
Gradus  (80),  Telephone  (120),  Canning  Peas  (120),
William  Hurst  (25ö).

½  Zuckererbsen:  Buchsbaum  (20),  krummschotige  Säbel
(130),  Lambert-Trierer  Kristall  (100).

(Die  Zahlen  hinter  den  Namen  geben  die  Höhe  der
Pflanzen  an.)