Baut  mehr  Hülsenfrüchte  an  I  ,  69

Sorten:  Hangdown,  Mammut,  Mazagan,  Erfurter.

Die  Aussaat  erfolgt  schon  Ende  Februar  oder  Anfang
März,  entweder  in  30  cm  entfernte  Reihen,  die  Samen
15  cm  von  einander  oder  in  40—45  cm  weite  Abstände
immer  3—4  Stück  zusammen.  Der  Boden  wird  gelockert,
die  Pflanzen  werden  angehäufelt  und,  wenn  sie  reichlich  geblüht
  haben,  entspitzt.  Durch  letztere  Maßnahme  werden
Blattläuse  ferngehalten  und  die  Ernte  wird  beschleunigt.
Auch  zwischen  Frühkartoffeln  kann  man  in  entsprechenden
Abständen  die  Puffbohne  anbauen.

Man  benutzt  die  jungen,  unreifen  Bohnen,  solange  deren
Haut  noch  zart  und  weich  ist,  zu  Salat  und  Gemüse.  In
der  Hamburger  Gegend,  in  Westfalen  und  im  Rheinlande
gehören  die  „Dicken  Bohnen“  zu  den  unemtbehrlichsten  Gemüsearten.


Die  anderen  oft  genannten  Hülsenfrüchte,  wie  Sojabohne,
  Kichererbse,  Limabohne,  Riesenspargelbohne,
Cubabohne  u.  a.  m.  gedeihen  bei  uns  garnicht  oder  nur  in
seltenen  Fällen.  Der  Anbau  von  Linsen  lohnt  nur  im
feldmäßigen  Betriebe.  Nochmals  aber  sei  gesagt:

Busch=  und  Stangenbohnen,  Erbsen  und  Puffbohnen

  können  nie  zu  viel  im  Garten  angebaut

werden!
Zusatz  des  Herausgebers  Paul  Rawitsch:

Die  Acker=  oder  Pferdebohne  wächst  auf  Tonboden,
Marschboden,  in  aufgelassenen  Teichen,  sowie  in  mäßig  feuchten
Steinbrüchen.  Da  die  Pferdebohne  nachgewiesenermaßen  in
mäßig  feuchten  Steinbrüchen  fortkommt,  wird  sie  noch  viel
besser  auf  und  an  Eisenbahndämmen  gedeihen.

Die  hunderttausende  von  Kilometer  langen  Zäune  der
Eisenbahndämme  müßten  schon  in  diesem  Jahre  für  den  vermehrten
  Anbau  von  Hülsenfrüchten  nutzbar  gemacht  werden.
An  jedem  Zaun,  an  jeder  Mauer  von  Dorf  und  Stadt
sollten  hochstrebende  Hülsenfrüchte  gepflanzt  werden.