74  Vorschläge  zur  Ernährung  des  deutschen  Volles  ĩ  in  Krieg  und  Frieden.

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in  leinen  Gemichtsmengen  gesteut  werden,  ganz  2wonnen
Torfmull  oder  Sägespäne,  gut  gemischt,  zu.  Dadurch  gewinnt
man  an  Masse  und  erzielt  gleichmäßige  Verteilung.  Kein
Düngemittel  aber  darf  tief  in  den  Boden  vergraben  werden!
Natürliche  Dünger  (Stallmist)  bringt  man  einen  Spatenstich.
tief  (15—25  cm)  unter,  Salze  streut  man  auf  die  gegrabene
ebene  Bodenfläche  und  hackt  sie  leicht  ein.

Nachdem  im  Winter  und  zeitigen  Frühjahre  der  Boden
hergerichtet  ist,  geht  man  an  die  Vorarbeiten  für  die  Pflanzung.
Die  Pflanzzeit  für  alle  Obstgehölze  ist  das  Frühjahr  und
zwar  die  Zeit  von  Mitte  März  bis  Mitte  April.  Soll
Herbstpflanzung  (für  Beerenobst  vorteilhaft!  )vorgenommen
werden,  so  hat  dies  von  Anfang  Oktober  bis  Anfang  November
  zu  geschehen,  nicht  früher  und  nicht  später.  -..-Die

  Pflanzweite,  d.  h.  die  richtige  Entfernung  der  Bäume
voneinander,  richtet  sich  nach  Wuchsvermögen  der  betreffenden
Pflanze  und  dem  Raum,  den  sie  nach  Abschluß  ihrer  Entwicklung
  einnehmen  wird.  Hochstämme  beanspruchen  mehr
Raum  als  Niederstämme  oder  Buschbäume,  diese  wieder
mehr  als  Sträucher.  Als  allgemeine  Regel  möge  gelten:
bei  geschlossenen  Pflanzungen  von  Obstgehölzen  wähle  man
die  e  Entfernung,  nach  allen  Richtungen

frur  Hochstämme:  Kernobst  und  Sußtirschen  —  10  m,
alle  anderen  Steinobstarten  6(

für  Halbstämme:  obige  Arten  auf  Win  vendelt  —  —-dieselbe
  Entfernung;

für  Halbstämme:  obige  Arten  auf  iwochwahsender

Unterlage  =  6  bezw.  5  m;

für  Buschformen:  obige  Arten  mindestens  Zm;

für  Beerenobststräucher:  =  1,5  bis  2  m.

Bei  Unterkultur  von  Beerenobst  und  Gemüse  sind  natiruch
  entsprechend  größere  Zwischenräume  zu  nehmen.  Licht
und  Luft  müssen  ungehindert  in  die  Pflanzung  hinein,  wenn
etwas  gedeihen  soll!