Der  Obstbau  im  Kleingartenbetrieb.  77

Stützflächen  in  möglichst  gleichmäßiger  Verteilung  angeheftet
werden.  Diese  beiden  Baumformen  genügen  vollständig  für
den  Kleingarten  und  sind  gleich  gut  für  Kernobst  wie  für
Steinobst  zu  verwenden.

Für  holziges  Beerenobst  wähle  man  nur  die  Strauchform.
  Zwar  sind  Hochstämmchen  von  Johannis=  und  Stachelbeeren
  reizvoll,  können  auch  zur  intensiveren  Ausnutzung  des
Raumes  hie  und  da  Platz  finden,  doch  sind  sie  heikler  als  Büsche.

Im  folgenden  mögen  die  einzelnen  Fruchtarten  in  der  vorstehend
  angeführten  Reihenfolge  eingehender  besprochen  werden
in  bezug  auf  ihre  besonderen  Anforderungen  an  Boden  und
Lage,  auf  empfehlenswerte,  erprobte  Sorten  und  deren  Reifezeit.

A.  Das  Kernobst.

Der  Apfelbaum.  Er  bildet  eine  breite  kugelige  oder
flachkugelige  Krone,  treibt  spät  im  Frühjahr  und  schließt  im
späten  Herbst  den  Trieb.  Er  wurzelt  in  mäßiger  Tiefe  und
bevorzugt  Kalk-,  Lehm=  und  leichte  Tonböden  mit  ziemlich
reichlicher  natürlicher  Feuchtigkeit,  doch  ohne  stehendes  Grundwasser.
  Ost-  und  Westlagen  sagen  ihm  am  besten  zu.

Beim  Einkauf  ist  die  Unterlage,  wie  in  Spalte  3  angegeben,
  zu  berücksichtigen.  Es  kommen  in  Frage  Veredelungen
  auf  Wildling,  Doucin  und  Paradies.

B  bedeutet  Busch,  S  Spalierform.

Sommer=  und  Herbstäpfel:
Sorte  Reife  Form,  unterlage  Lage  Boden

1.  Weißer  Klar-  Juli  Busch  auf  Doucin  warm  feuchter  Lehmapfel
  Z„  „  boden
2.  Apfel  aus  August  Busch  u.  Spalier  alle  nicht  wählerisch,
Croncels  Septbr.  auf  Paradies  Lagen  doch  feuchter
Untergrund
3.  Lord  wie  vor  B  uu.  S  auf  jede  guter  Boden,
Crosvenor  Doucin  Lage  gleschmeg
eucht