bildete  mit  der  10.  Infanteriebrigade,  die  bereits  nach  Frankreich  befördert
  worden  zu  sein  scheint,  später  das  III.  Armeekorps.

Die  Engländer  sollten  im  Verein  mit  der  5.  französischen  Armee
an  der  Sambre  und  den  Belgiern  die  nördlich  der  Maas  und  Sambre
vorgehenden  deutschen  Kräfte  zurückwerfen  und  gegen  deren  rechte
Klanke  wirken.  Am  21.  August  sollte  der  allgemeine  Vormarsch  beginnen.
  Die  Belgier,  die  1015  die  allgemeine  Wehrpflicht  eingeführt
hatten  und  mit  der  Seit  über  eine  Armee  von  340  000  Mann
mußten  verfügen  können,  sollten  gewissermaßen  die  Dorhut  ihrer
Derbündeten  bilden.  Sie  rückten  noch  auf  Friedensfuß  aus,  waren
bei  Kriegsbeginn  sechs  Infanterie=  und  eine  Kavalleriedivision  stark
und  zählten  95.000  Gewehre,  6000  Säbel,  324  Geschütze  und  102
Maschinengewehre.  General  Baumgarten-Crusius  berechnet  sie  im

anzen  auf  120  000  Mann,  denen  80  000  Mann  als  Reserve  folgten.
Davon  hatten  sie  je  eine  Division  nach  Lüttich  und  Namur  geschickt
und  Lingen  am  18.  hinter  die  Gette  zurück,  wohin  sie  die  Dioision
aus  TLüttich  heranzogen.

Die  Engländer  ihrerseits  waren  beim  Beginn  des  Krieges  —  wie
gesagt  —  nur  zwei  Armeekorps  1)  und  eine  Kavalleriedivision?)
stark  und  hatten  sich  mit  ihrem  Aufmarsch  einigermaßen  verspätet.
Marschall  French  befehligte  sie.  Außerdem  waren  aber  schon  damals
etwa  100  000  Inder  nach  Frankreich  unterwegs.

Die  Franzosen  hatten  den  Hlan,  zuerst  mit  Teiltruppen  ins  obere
Elsaß  einzufallen  und  später  auch  in  Lothringen  vorzugehen,  dann
aber  nördlich  Diedenhofen  die  allgemeine  Offensive  zu  ergreifen  und
mit  ihr  bis  an  den  Rhein  durchzustoßen.  Joffre  wollte  die  Mitte  der
dentschen  Aufstellung  durchbrechen  und  hielt  an  dieser  Absicht  bis
zuletzt  fest.  Ihr  zuliebe  gab  er  der  I.  und  2.  Armee  den  Zefehl,  frühzeitig
  anzugreifen,  um  möglichst  viele  Kräfte  auf  sich  und  vom  Entscheidungsfelde
  abzuziehen;  ihr  zuliebe  bildete  er  die  Armee  de
Corraine,  um  Metz-Diedenhofen  zu  beobachten  und  die  3.  Armee  für
die  geplante  Offensive  frei  zu  machen;  ihr  zuliebe  verstärkte  er  auch
die  5.  Armee,  um  seinen  linken  Flügel  völlig  zu  sichern;  diesem  Plane
zuliebe  machte  er  auch  die  3.  und  4.  Armee,  die  den  Durchbruch  ausführen
  sollten,  möglichst  stark.  Er  rechnete  darauf,  daß  Lüttich  und
Mamur  im  Oerein  mit  der  belgischen  Armee  länger  halten  würden,
als  es  in  der  Tat  geschah,  und  daß  die  Deutschen  infolgedessen,  wenn
überhaupt,  nur  mit  schwachen  Kräften  auf  dem  nördlichen  Maas-1)

  Jedes  Armeekorps  bestand  aus  zwei  Diodisionen,  einer  Signalkompanie,
zwei  Kompanien  beritlener  Infanterie,  drei  Abteilungen  Feldartillerie  zu  je  is  Geschüßen,
  drei  seldhaubitzbatterien  zu  je  sechs  Geschüßen,  einer  schweren  fabrenden
Batterie  60.Hfünder,  Genietruppen,  Feldlazarett,  Munitionskolonnen  und  Trains.  —
Die  Infanteriedivion  bestand  aus  drei  Brigaden  zu  je  vier  Bataillonen  und  vier
Maschinengewehrzügen.  .  .

I)VieKavollekie-divisionbestandansfiinkaigademjedezndreiRegimentekn
und  drei  Maschinengewehrjügen,  vier  Batterien  zu  je  sechs  Geschützen,  Genie.
truppen  usw.