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ein  kühnes  Gefecht  bei  Haelen,  bei  dem  es  unter  schweren  Verlusten
vergebens  versuchte,  mit  der  Attacke  gegen  starke  gedeckt  liegende
Infanterie  vorzukommen,  und  vor  Drahthindernissen  hatte  zurückweichen
  müssen,  festgestellt,  daß  die  Gette-Linie  von  der  belgischen
Infanterie  gehalten  würde.  Sbenso  hatte  das  l.  Kavalleriekorps,
das  erst  nach  Süden,  dann  aber  zugleich  mit  den  Jägerbataillonen
auf  Dinant  vorgegangen  war,  durch  schneidigen  Angriff  am  15.  August
  ermittelt,  daß  die  Spitzen  der  französischen  Armee  im  Vorgehen
an  die  Maas  südlich  Namur  begriffen  seien,  daß  Truppen  zweier
Armeekorps  schon  dort  seien,  daß  man  aber  an  ein  Vorgehen  der
gesamten  Streitmacht  des  Feindes  noch  lange  nicht  denken  könne;
die  Kavallerie  verschleierte  außerdem  vollkommen  alle  Bewegungen
des  eigenen  Heeres,  das  unter  ihrem  Schutz  und  dem  des  croberten
Tüttich  in  aller  Ruhe  in  der  geplanten  Weise  aufmarschieren  konnte.

Auch  auf  der  übrigen  Front  waren  zahlreiche  Berührungen  mit
dem  Feinde  vorgekommen.  Sudem  hatten  sich  die  Franzosen,  zum  Teil
wohl  unter  dem  Eindruck  des  preußischen  Dormarsches  auf  Tüttich,
zu  einem  kühnen  Vorstoß  auf  Mülhausen  entschlossen.  Am  6.  Auust
  erschienen  starke  Kräfte  der  Belforter  Gruppe  —  das  VII.  Korps
und  die  8.  Kavalleriedivision  —  vor  Altkirch,  am  8.  zogen  sie  in  Sennheim
  und  Mülhausen  ein,  während  die  schwache  deutsche  Dorhut  sich
zurückzog.  Nun  aber  entwickelten  sich  gegen  sie  Teile  des  XV.  Armeekorps
  über  Kolmar,  während  andererseits  Teile  des  XIV.  Korps
über  den  Rhein  herankamen.  So  erfolgte  der  deutsche  Gegenangriff
in  zwei  Gruppen.  Die  näördliche,  die  auf  Sennheim  vorstieß,  kam
nur  langsam  vorwärts,  weil  sie  auf  eine  sehr  bedeutende  Übermacht
stieß;  die  linke  aber  ging  mit  unaufhaltsamem  Schneid  vor  und  warf
den  Feind  Hals  über  Kopf  zurück.  Darauf  ging  auch  dessen  linke
Flügelgruppe  zurück,  und  die  Unternehmung  endete  mit  einem  allgemeinen
  Rückzug  auf  Belfort,  der  den  Franzosen  schwere  Verluste
und  einige  Geschütze  kostete.  Am  10.  August  endete  dieses  mißglückte
Unternehmen.

Ebenso  unglücklich  endete  ein  Gefecht,  das  eine  gemischte  Bri—
gade,  die  zur  Aufklärung  gegen  Saarburg  vorgehen  sollte,  am
U.  August  mit  bayerischen  Deckungstruppen  bei  Lagarde  zu  bestehen
  hatte,  und  nur  eine  deutsche  Abteilung  aller  Waffen  erlitt  unweit
  von  Schirmeck,  das  die  Franzosen  besetzten,  einen  Feuerüberfall,
der  schwere  erluste  kostete,  während  andere  französische  Abteilungen
bei  Markirch  zurückgeworfen  wurden.  Immerhin  kam  der  Kamm  der
Dogesen  vom  Donon  bis  zur  Belforter  Senke  in  den  Zesitz  der
Franzosen.

Doch  hatten  diese  Derhältnisse  keinerlei  Einfluß  auf  die  allgemeine
  Lage.  Im  Norden  begannen  die  deutschen  Armeen  am
18.  August  ihren  Dormarsch  aus  der  von  Anfang  in  Aussicht  genommenen
  Linie.  Die  1.  Armee  hatte  sich  nördlich  Lüttich  plangemäß
  entwickelt  und  schwenkte  jetzt  im  Dorgebhen  links;  die  2.  und