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am  l.  August  die  3.  Armee  schlossen  sich  dem  Kriegsplan  entsprechend
  an;  die  4.  und  5.  begannen  das  Dorgehen  am  10.  und
20.  August.

Die  belgische  Armee,  die  von  den  Franzosen  und  Engländern
im  Stich  gelassen  worden  war,  besetzte  zunächst  noch  mit  zwei  Divisionen
  die  Gette  von  Tirlemont  bis  Jodoigne,  mit  drei  Divisionen
im  zweiten  Treffen  dahinter  Löwen  und  Umgegend,  und  hatte  die
Kavalleriedivision  auf  den  linken  Flügel  genommen,  ging  dann  aber,
als  die  1.  deutsche  Armee  zunächst  die  Kavallerie  warf  und  dann
Tirlemont  und  Aerschot  mit  stürmender  Hand  nahm,  auf  Antwerpen
zurück,  wo  sie  den  20.  August  unter  dem  Schutz  der  Forts  zunächst
zur  Ruhe  kam,  nachdem  schon  am  18.  August  französische  Kavallerie
des  Korps  Sordet  bei  Herwez  geworfen  worden  war.  Das  2.  Kavalleriekorps
  war  dann  weiter  sambreaufwärts  vorgegangen  und
hatte  den  Befehl  erhalten,  sich  vor  den  rechten  Flügel  der
I.  Armee  zu  setzen;  das  I.  Kavalleriekorps  aber,  das  vor  der  Maas
zum  Stehen  gekommen  war,  hatte  vom  General  von  Bülow,  dem
Kommandeur  der  2.  Armee,  dem  die  Heereskavallerie  des  rechten
Slügels  unterstellt  war,  am  20.  August  den  Befehl  erhalten,  nördlich
  um  Namur  herumzugehen  und  sich  vor  den  rechten  Flügel  der
2.  Armee  zu  setzen.

Am  selben  20.  August  besetzte  das  IV.  Armeekorps  als  rechter
Slügel  der  1.  Armee  die  belgische  Bauptstadt  Brüssel,  während  das
III.  und  später  das  IX.  Reservekorps  Antwerpen  beobachteten.  Cetzteres,
  das  zunächst  zur  Sicherung  gegen  Dänemark  in  Schleswig
zurückgeblieben  war,  hatte  man  vorgezogen,  sobald  es  an  der  bedrohten
  Grenze  entbehrt  werden  konnte.  Es  traf  am  25.  August
nördlich  von  Lüttich  ein.  Sugleich  aber  vollzog  sich  unaufhaltsam  der
weitere  Dormarsch  der  deutschen  Armee,  die  nunmehr  daran  ging,
nachdem  die  Feste  Hug  vom  KX.  Armeekorps  im  Dormarsch  genommen
  worden  war,  auch  Namur  durch  die  inneren  Flügel  der
2.  und  der  5.  Armee  belagern  zu  lassen.

Sum  Kommandeurr  der  Belagerungsarmee  wurde  General  von
Gallwitz,  bisher  Inspekteur  der  Feldartillerie,  kommandiert  und
ihm  dazu  außer  dem  Gardereservekorps  von  der  2.,  und  dem
XI.  Norps  von  der  3.  Armee  zwei  Hionierregimenter,  je  cin  Bataillon
  10=  und  13-cm-Kanonen,  fünf  Bataillone  21-Gm-LZ##örser,
eine  Batterie  der  alles  vernichtenden  42--cm-Geschütze  und  vier
Batterien  österreichischer  50-cm-Märser  beigegeben.  Am  21.  August
  eröffneten  die  Belagerungsgeschütze  ihr  Feuer.

Zur  selben  Seit  hatte  auch  die  5.  französische  Armee  ihren  Vormarsch
  zwischen  Sambre  und  Maas  angetreten,  immer  noch  in  dem
Dertrauen  auf  einen  nachhaltigen  Widerstand  der  Festung  Namur;
ihr  sollte  rechts  gestaffelt  die  4.  Armee  folgen.  Während  sich  also
im  Norden  auf  dem  belgischen  Kriegsschauplatz  entscheidende  Er-