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eignisse  vorbereiteten,  waren  die  Franzosen  auch  auf  dem  anderen
Klügel  nicht  müßig  gewesen.

Bier  bereitete  sich  General  von  Castelnau  darauf  vor,  mit  seiner
2.  Armee  und  der  NMordgruppe  der  Armee  Dubail,  die  sich  im
Donon  einen  festen  Stützpunkt  ihres  linken  Flügels  geschaffen  hatte,
gegen  Saarburg  vorzudringen  und  die  Deutschen  in  Wetz  und
Diedenhofen  zu  isolieren.  Don  Belfort  aus  hatte  kurz  vorher  ein
neuer  Dorstoß  gegen  Mülhausen  stattgefunden,  um  für  die  erste
Niederlage  Rache  zu  nehmen  und  die  Swecke,  die  damals  verfolgt
wurden,  dennoch  zu  erkämpfen.  General  Hau  erhielt  den  GOberbesehl
  über  die  Armee  d'iAlsace,  die  aus  dem  VII.  Armeekorps,
der  44.  aus  Afrika  kommenden  Diovision,  der  58.,  63.,  56.  und
57.  Reservedivision  sowie  der  8.  Kavalleriedivision  und  fünf  Alpenjägerbataillonen
  bestand,  und  marschierte  in  Südelsaß  ein.  Er  erreichte
  schon  am  17.  August  die  Linie  Dammerkirch—Thann—Altkirch
  und  wollte  von  hier  aus  vorsichtig  vorfühlen;  da  wurde  er
von  zwei  badischen  Landwehrbrigaden,  soviel  ich  ermitteln  konnte,
Truppen  der  Generale  Mathy  und  Dame,  die  durch  einige  Artillerie
  verstärkt  waren,  angegriffen.  General  Gaede,  ursprünglich
stellvertretender  kommandierender  General  des  XIV.  Armeekorps,
sollte  mit  nur  schwachen  Truppen  das  Land  südlich  der  Breusch
verteidigen.  Seine  Armeeabteilung  bestand,  soweit  es  sich  feststellen
  läht,  aus  den  württembergischen  Landwehrbrigaden  51  und
55,  der  badischen  Landwehrbrigade  55,  dem  selbständigen  Landwehrregiment
  Nr.  I10,  der  1.  und  3.  baperischen  Landwehrbrigade
sowie  einer  ganzen  Menge  kleiner,  aus  den  Oberrheinbefestigungen
stammender  Formationen.  Auch  scheint  die  55.  Ersatzbrigade  bei
dem  Angriff  im  südlichen  Elsaß  beteiligt  gewesen  zu  sein,  die  sonst
bei  der  Armeeabteilung  Gaede  nicht  genannt  wird.  Die  Aufgabe
war  angesichts  der  ungebeuren  französischen  Übermacht  äußerst
schwierig,  und  General  Gaede  hatte,  soviel  man  sehen  kann,  nur
zwei  verstärkte  Brigaden  für  den  fraglichen  Angriff  verfügbar  gemacht.
  Diese  aber  griffen  mit  solch  vorbildlicher  Tapferkeit  und
ungestümen  Todesverachtung  an,  daß  sie  den  Gegner,  der  mit
zahlreichen  Divisionen  gegen  nur  15  schwache  Bataillone  focht,  lange
Seit  aufhielten.  Erst  am  Abend  des  Gefechtstages  besetzten  die
Franzosen  Mülhausen  und  verschanzten  sich  hier  in  der  sicheren  Erwartung,
  demnächst  von  stärkeren  Kräften  angegriffen  zu  werden.

Auck  in  Ostpreußen  war  zu  der  gleichen  Zeit  die  erste  Entscheidung
  gefallen.  Bald  nach  der  Kriegserklärung  hatte  das
Geplänkel  an  der  Grenze  begonnen.  Acht  Kapvalleriedivisionen  begleiteten
  die  russischen  Heere.  Dennoch  erlitt  schon  am  5.  August
eine  sorglos  vorgehende  Kosakenbrigade  bei  Soldau  schwere  Derluste;
  am  8.  August  traf  eine  Kavalleriebrigade  bei  Bialla  das
gleiche  Schicksal.  Dann  aber  wälzten  sich  die  RKauptheere  heran
und  gaben  der  verschleiernden  Kavallerie  vermehrten  Rückhalt.