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den  rechten  Flügel  des  Kronprinzen  von  Bayern  versucht  hatte,
zurückgewiesen,  und  daß  das  stärkste  Sperrfort  der  Franzosen,  das
Fort  von  Manonweiler,  hinter  den  vorstürmenden  Deutschen  am
27.  August  infolge  einer  Beschießung  mit  42-cm-Geschützen  von
Avricourt  aus  in  deren  Hand  gefallen  war.

Auch  die  Erfolge  in  Oberelsaß  waren  nur  von  kurzer  Dauer.  Schon
am  22.  August  sah  Joffre  in  der  großen  Schlacht  gegen  die  deutsche
6.  und  7.  Armee  seinen  Angriff  gescheitert  und  gab  dem  General
Pau  den  Befehl,  das  Elsaß  zu  räumen.  Die  Operation  dort  war
mit  dem  Verlust  der  Schlacht  gegenstandslos  geworden.  Auch
taten  die  Deutschen  von  selbst  das,  was  der  französische  Angriff
bezweckt  hatte:  sie  häuften  die  Truppen  auf  ihrem  linken  Heeresflügel,
  schwächten  dadurch  den  Entscheidungsflügel  und  gingen
gegen  die  Troué  von  Charmes  vor,  wo  sie  vor  den  franzssischen
  Befestigungen  und  der  Mosel  zum  Stehen  kommen  mußten.
Das  7.  französische  Korps  wurde  denn  auch  sofort  nach  dem  Norden
abtransportiert,  wo  Entscheidungen  von  großer  Tragweite  gefallen
waren.  Die  Armee  d'Alsace  wurde  aufgelöst;  an  ihre  Stelle  trat
die  Dogesengruppe,  die  der  I.  Armee  unterstand,  und  die  Gruppe
von  Belfort.

Mittlerweile  hatte  die  5.  französische  Armee  ihren  Vormarsch
begonnen  und  stand  am  22.  August  mit  den  Hauptkräften  von
Tharleroi  bis  Auvelais,  Front  nach  Torden,  mit  schwächeren  Kräften
an  der  Maas,  Front  nach  Westen,  etwa  in  der  Böhe  von  Dinant
und  Givet  1).  Dieser  gewinkelten  Aufstellung  bot  die  Festung  Namur,
die  sich  damals  noch  hielt,  einigen  Halt,  weil  sie,  wenn  auch  nicht
in  unmittelbarer  Derbindung  mit  den  beiden  Flügeln  der  Armee,
doch  vor  deren  Brechpunkt  lag.  Auch  die  4.  französische  Armee
trat  ihren  Dormarsch  an  und  drang  über  den  Semois  vor,  um
am  rechten  Flügel  der  5.  Armee  den  Durchbruch  auszuführen.
Die  5.  Armee  sollte  sich  anschließen.  Links  rückwärts  aber  sollten
die  Engländer  gleichfalls  vormarschieren.  Welche  Rolle  ihnen  des
weiteren  zugedacht  war,  läßt  sich  nach  den  vorliegenden  uellen
nicht  übersehen.  Jedenfalls  kam  diese  Frage  nicht  weiter  zum  Austrag,
  denn  bevor  darüber  noch  Entscheidung  getroffen  werden
konnte,  setzte  der  deutsche  Angriff  ungestüm  ein.

Die  Deutschen  hatten  jetzt  am  Beginn  der  Operationen  auf
dem  Entscheidungsflügel  eine  bedeutende  Überzahl  vereinigt.  An
der  Sambre  und  Maas  standen  dreißig  Infanterie=  und  fünf  Kavalleriedivisionen
  der  I.,  2.  und  3.  Armee  den  einundzwanzig  Infanterieund
  vier  Kavalleriedivisionen  des  Feindes,  einschließlich  der  4.  belgischen
  in  Namur  und  der  vier  Reservedivisionen  von  Dervins,  gegenüber.
  Die  Überlegenheit  war  aber  nicht  nur  eine  numerische:  auch
strategisch  war  es  ihnen  gelungen,  den  Gegner  völlig  zu  täuschen.

1)  Siehe  Karte  6.