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ausgabe  verzögerte,  verbunden  mit  dem  teilweise  hartnäckigen  Widerstand
  der  feindlichen  Nachhuten  verzögerten  den  Vormarsch.  Am
24.  aber  sollte  der  Feind  endgültig  geschlagen  und  von  Verdun  abgedrängt
  werden.  Su  diesem  Swecke  wurde  zwei  Landwelrbrigaden
—  die  45.  und  45.  —  nach  Landres  vorgezogen,  während  drei  andere
—  die  15.,  55.  und  0.  baperische  —  nach  Briev  rückten.  Sie  kamen
in  ermüdendem  Marsche  aus  der  Gegend  von  Metz.  Die  HRauptreserve
  dieser  Festung  aber  rückte  nach  Conflans,  um  von  hier  aus
weiter  gegen  die  rechte  Klanke  des  Gegners  vorzustoßen.  Sie  hatte
am  rechten  Flügel  der  6.  Armee  schon  an  der  Schlacht  in  Lothringen
am  20.  August  siegreichen  Anteil  genommen  und  sollte  jetzt  noch
schwereren  Hrüfungen  ausgesetzt  werden.

So  ging  denn  die  deutsche  5.  Armee  auf  der  ganzen  Front  in  südwestlicher
  Richtung  vor  und  gelangte  siegreich  bis  an  den  Gthain-Abschnitt,
  während  der  linke  Flügel  über  die  Linie  Gondrecourt—
Rouvres  vordrang,  um  die  feindliche  Armee  von  Süden  her  aufzurollen.
  Ston  wurde  noch  am  Abend  des  24.  genommen.  Die
BKauptreserve  von  Metz  drang  bis  in  den  Bois  de  Tillv  vor.

Währenddem  aber  hatte  der  Feind  in  breiter  Front  einen  Gegenstoß
  anscheinend  aus  der  Richtung  von  Derdun  gemacht,  der  zwar  auf
eisernen  Widerstand  stieß,  den  besonders  die  Bauptreserve  von  Metz
leistete,  aber  dennoch,  als  er  sich  immer  weiter  an  der  Orne  abwärts
ausdeb#nte,  die  Deutschen  dazu  zwang,  ihren  linken  Flügel  zurückzunehmen.
  Ihn  zu  parieren,  waren  in  der  Nacht  zum  25.  August
die  45.  und  45.  Candwehrbrigade  von  Landres  nach  Bechamp  vorgezogen
  und  an  der  Orne  ins  Gefecht  getreten;  das  änderte  aber  auf
die  Dauer  nichts  an  der  Lage,  und  die  gesamten  Truppen  des  linken
Klügels  mußten  in  die  Linie  Wiecourt-FKerme,  Avillers,  Landres  und
Mairv  zurückgenommen  werden.

Allein  der  Gegner  folgte  nicht.  Dielleicht  hat  er  sich  durch  drei
Landwehrbrigaden  aufhalten  lassen,  die  der  Kommandant  von  Wetz
schon  am  25.  nach  Conflans  in  die  offene  Flanke  der  Franzosen  warf
und  die  den  Ort  nach  leichtem  Gefecht  besetzten.  Dielleicht  hat  er
durch  seinen  Vorstoß  nur  seinen  linken  Klügel  und  sein  Sentrum  entlasten
  wollen,  denn  die  Franzosen  waren  im  übrigen  gründlich  geschlagen,
  und  die  5.  Armee  ging  auch  am  25.  auf  der  ganzen  Front
siegreich  vor.  Diesen  letzten  Sweck  der  Entlastung  hat  der  erfolgreiche
  Vorstoß  jedenfalls  erreicht,  denn  er  hat  weiterwirkend  die
deutschen  s  auf  der  ganzen  Front  gelähmt,  den  Franzosen  dadurch
  die  Loslösung  vom  Feinde  erleichtert,  und  ihnen  ermöglicht,
auf  die  Dorberge  von  Derdun  und  hinter  die  Maas  zurückzugehen.
Ein  Abdrängen  von  Derdun  wurde  jedenfalls  verhindert.  Der  Rückzug
  wurde  allerdings  auch  dadurch  erleichtert,  daß  das  V.  preußische
Korps  mitten  aus  der  Schlacht  nach  dem  Osten  und  zmnächst  nach
Metz  abrücken  mußte.  Am  26.  sollte  es  den  Marsch  dortkin  antreten.
So  wurde  es  möglich,  daß  die  zurückgehenden  geschlagenen  Scharen

v.  Bernhardi,  Deuischlands  Heldenkampf.  4