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sich  bei  Verdun  und  auf  dem  linken  Ufer  der  Maas  zu  neuer  Derteidigung
  einrichten  konnten.

Der  Gegenstoß  der  Franzosen  über  Stain  gegen  die  Orne  zwischen
diesem  Orte  und  TConflans  scheint  durch  Teile  der  Rauptreserve  von
Derdun  und  die  Armee  de  TLorraine  ausgeführt  worden  zu  sein.  Was
später  aus  dieser  geworden  ist,  geht  aus  den  bis  jetzt  bekanntgewordenen
  Guellen,  soviel  mir  bekannt  ist,  nicht  hervor.  Sie  verschwindet
als  solche.  Die  ihr  gehörigen  Truppen  scheinen  auf  andere  Armeen
verteilt  worden  zu  sein.  zedenfalls  fand  ihr  Führer,  General  Maunoury,
  eine  andere  Derwendung,  und  nur  der  Derbleib  einiger  Divisionen
  konnte  festgestellt  werden.

Deutscherseits  wurden,  während  die  Armeen  im  Dormarsch
blieben,  die  Kestungen  Belgiens  und  Mordfrankreichs  zunächst  umschlossen
  oder  bald  eingenommen;  Congwy  wurde  bereits  am  26.  August,
  Montmedy  am  20.  besetzt.  Waubeuge  wurde  vom  VII.  Reservekorps,
  Givet  von  der  24.  Reservedivision  umschlossen.  Die  stärkste
von  allen  Sperrfestungen,  Mamur,  das  ein  wichtiger  Eisenbahnknotenpunkt
  ist,  war  bereits  am  25.  und  in  der  darauf  folgenden
Tacht  gefallen.

General  von  Gallwitz  sollte,  wie  wir  sahen,  mit  dem  XI.,
dem  Garde-Reservekorps  sowie  zahlreicher  Artillerie  die  Festung
nehmen.!)  Er  wollte  zunächst  die  ganze  Ostfront  angreifen,  entschloß
sich  aber  dann,  das  Hauptgewicht  auf  die  Mordostfront  zu  verlegen
und  hauptsächlich  die  Forts  von  Cognelée  und  Marchovelette  anzugreifen,
  gegen  den  südlichen  Teil  der  Ostfront  aber  nur  zu  demonstrieren.
  Dementsprechend  wurden  die  Batterien  in  Stellung  gebracht.
  Einzelne  von  ihnen  eröffneten  schon  am  21.  August  abends
das  Feuer,  um  der  Infanterie  erluste  zu  ersparen;  die  gesamte
Artillerie  aber  schoß  den  ganzen  22.  über  auf  die  angegriffenen
Forts  und  die  Fwischenlinien,  die  auf  das  stärkste  ausgebaut  waren,
während  die  Infanterie  auf  Sturmnähe  heranging.  Am  24.  erfolgte
  dann  der  allgemeine  Angriff.  Bei  ihm  zeigte  sich,  daß  man
den  Heldenmut  der  Truppe  nicht  zu  hoch  eingeschätzt  hatte.  Die
Forts  der  angegriffenen  Kront  wurden  bald  zum  Schweigen  gebracht,
  die  Infanterie  aber  drang  noch  am  Abend  des  24.  in  die
Stadt  ein,  obgleich  die  Derteidigungstruppe  18000  Mann  betragen
sollte.  Nur  wenige  Franzosen,  die  wahrscheinlich  von  der  5.  Armee
vorgeschoben  worden  waren,  haben  sich  an  der  Derteidigung  der
Stadt  beteiligt.  Sie  wurden  gefangengenommen.  Don  den  Forts
fiel  zuerst  das  vor  der  Mitte  der  Angriffsfront  gelegene  Fort
Marchovelette,  dann  das  Fort  von  Maizeret,  das  südlich  daran  anschloß.
  Dann  folgten  bald  die  anderen.  Don  ihnen  wurde  das  Fort
von  Malonne  durch  Handstreich  von  dem  Leutnant  von  der  Cinde
mit  4  Mann  genommen.  Im  ganzen  betrug  die  Beute  6700  Gefangene,
  12  Feldgeschütze,  die  gewaltige  Bestückung  der  Forts  und

1)  Siehe  Karte  9.