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nach  seinem  Siege  an  der  Sambre,  mit  dem  1.  Kavalleriekorps
vor  seinem  rechten  Flügel,  im  ununterbrochenen  Vormarsch  geblieben,
  hatte  sich  aber  währenddessen  wesentlich  geschwächt.  Er
hatte  das  VII.  Reservekorps  zur  Einschließung  von  Maubeuge  bestimmt.
  Da  aber  die  15.  Reservedivision  zunächst  zu  Etappenzwecken
verwendet  war,  hatte  er  bis  zu  ihrer  RZückkehr,  die  erst  einige
Tage  später  erfolgte,  die  15.  Division  vor  der  Festung  lassen  müssen.
Er  hatte  außerdem  den  Feind  unausgesetzt  verfolgt  und  dabei,  wie
auch  in  den  Derfolgungsgefechten,  nicht  unerbeblich  verloren.  Trotzdem
  war  er  entschlossen,  den  Feind  anzugreifen,  wo  er  ihn  fände,
und  da  dieser  an  der  Gise  westlich  St.  Quentin  zum  Widerstande
entschlossen  schien,  hatte  er  die  beiden  Mebenarmeen  zu  Hilfe  gerufen.
  Die  3.  sollte  etwa  auf  Dervins  vorstoßen,  die  I.  gegen  den
linken  feindlichen  Flügel  wirken.  Die  5.  glaubte  dieser  Aufforderung
  nicht  folgen  zu  können,  weil  sie  die  4.  Armee  unterstützen
müsse;  die  1.  stellte  ihr  linkes  Flügelkorps  zur  Derfügung.  Im
übrigen  war  sie,  wie  wir  sehen  werden,  anderweitig  gebunden.
Das  1.  Kavalleriekorps  dagegen  ging  um  den  linken  Flügel  der
5.  französischen  Armee  herum,  um  gegen  den  Rücken  und  die  Derbindungen
  dieser  Armee  zu  wirken.  Sie  erreichte  schon  am  28.  August
  die  Gegend  von  Urvillers  und  Jtancourt  südwestlich  von
St.  Quentin  und  focht  gegen  die  englische  Besatzung  dieser  Stadt,
während  der  Rest  der  Armee  eben  erst  das  Land  nördlich  der  Oise
erreichte.  So  mußten  die  beiderseitigen  Entschlüsse  zu  einem  Susammenstoß
  der  5.  französischen  und  der  2.  deutschen  Armee  führen,
und  es  entwickelte  sich  am  20.  und  30.  August  die  Schlacht  von
St.  Quentin.  ·

Vergebens  hatte  Joffre  die  Engländer  aufgefordert,  ihren
Rückzug  einzustellen  und  seine  linke  Klanke  zu  decken.  Er  mußte
sich  zur  Schlacht  allein  mit  der  5.  französischen  Armee  entschließen,
während  seine  4.  Armee  zunächst  noch  die  Gegend  von  Sedan  festhielt.

Am  290.  August  gingen  die  Franzosen  zunächst  mit  zwei  Korps
auf  dem  rechten  Flügel  gegen  Guise,  mit  zwei  anderen  gegen
St.  Quentin  zum  Angriff  vor,  während  ein  Korps  in  Reserve  blieb
und  drei  Reservedivisionen  den  linken  Flügel  bildeten.  Gegen  sie
gingen  die  Deutschen  zum  Gegenangriff  über.  Das  X.  und  das  Gardekorps
  griffen  über  Guise  erfolgreich  an,  während  der  Rest  der  Armee
den  rechten  Flügel  bildete  und  das  I.  Kavalleriekorps  schon  an  diesem
Tage  die  Übergänge  über  die  Somme  und  den  Crozatkanal  bei
Ham  und  St.  Simon  überschritt.  Die  15.  Division,  die  jetzt  auf  dem
Gefechtsfelde  eintraf,  wurde  zwischen  dem  X.  und  dem  X.  Reservekorps
  eingeschoben,  die  14.  dagegen  gegen  den  linken  Flügel  des
Feindes  eingesetzt.  Hier  hat  auch  die  17.  Division  des  IX.  deutschen
Korps  Derwendung  gefunden,  hat  jedoch  nur  mit  der  Artillerie
gefochten,  während  die  Infanterie  in  Reserve  stand.

Lanrezac  änderte  nun  seinen  Schlachtplan.  Er  setzte  jetzt  drei