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Gegenangriff  vorgegangen  wäre,  sondern  sich  zurückgehalten  hätte,
wenn  andererseits  die  3.  Armee,  anstatt  sich  von  den  Hilferufen  der
4.  fesseln  zu  lassen,  dem  Ersuchen  der  2.  Armee  gefolgt  und  die
5.  französische  Armee  in  ihrer  offenen  rechten  Flanke  angegriffen
Rätte.  Ihr  Stoß  hätte,  wenn  er  weit  genug  ausholte,  vernichtend
werden  können.

Daß  General  von  Kluck  sich  nicht  mit  stärkeren  Kräften,  als
geschehen,  am  Kampfe  beteiligte  und  dadurch  die  Einkreisung  der
Franzosen  vollendete,  lag  zunächst  daran,  daß  auch  er  durch  Abgaben
  geschwächt  war.  Er  hatte  Teile  seiner  Armee  zu  Stappenzwecken
  verwenden  müssen,  in  zahlreichen  Gefechten  viel  verloren
und  eine  ganze  Brigade  des  IV.  Reservekorps  als  Besatzung  in
Brüssel  zurücklassen  müssen.  Er  erhielt  sie  auch  dann  nicht  zurück,
als  das  IX.  Reservekorps  am  25.  August  in  Tongres  eintraf,  um
von  hier  aus  gegen  Antwerpen  vorgezogen  zu  werden.  Es  lag
aber  vor  allem  daran,  daß  er  gezwungen  war,  gerade  in  den
Tagen  der  Schlacht  von  St.  Quentin  einen  Slankenstoß  von  Amiens
her  abzuwehren.

General  Joffre  hatte,  wie  wir  sahen,  unmittelbar  nachdem
sein  Angriff  in  Cothringen  gescheitert  und  daher  auch  Mülhausen
geräumt  worden  war,  das  VII.  Armeekorps  von  Belfort  nach  dem
Norden  Frankreichs  abtransportieren  lassen  und  befohlen,  vom
27.  August  bis  2.  September  bei  Amiens  eine  neue  Heeresgruppe
unter  dem  Befehl  des  Generals  Maunoury  zu  bilden,  um  mit  dieser
gegen  den  rechten  Flügel  der  deutschen  Armee  zu  wirken  und  sie
zum  Halten  zu  bringen.  Mit  dem  raschen  Vormarsch  der  Deutschen
hatte  er  allerdings  nicht  gerechnet;  so  kam  es,  daß  ihr  linker  Flügel
bereits  herannahte,  als  das  VII.  Korps  allerdings  schon  in  Amiens
angekommen,  die  zugehörige  Armeeabteilung  aber  noch  nicht  vollständig
  gebildet  war.  Sie  sollte,  außer  aus  dem  VII.  Armeekorps,  aus
der  55.,  56.  —  von  der  Armee  de  Lorraine  —  der  61.  und  62.  Reservedivision,
  einer  Brigade  eingeborener  Marokkaner  und  dem  lavalleriekorps
  Sordet  bestehen,  aus  dessen  noch  leistungsfähigen  Teilen
eine  Division  zu  18  Eskadrons  unter  dem  General  de  Cornulier-Cucinière
  gebildet  wurde.  Auch  eine  Reserve-Alpenjägerdivision
wurde  als  zur  Armeegruppe  Amiens  gehörig  den  Deutschen  gemeldet.
  Weitere  Ausladungen  sollten  bei  Amiens  und  Umgegend
stattfinden.  Die  81.  und  82.  Territorialdivision  des  Generals  d'Amade
wurden  ebenfalls  nach  Amiens  kherangezogen;  sonst  war  mit  den
Territorialen  d'Amades  nicht  viel  anzufangen;  sie  ergriffen  die
Klucht,  sobald  sie  der  Deutschen  ansichtig  wurden.

Maunoury  hatte  trotz  alledem  einen  Angriff  für  geboten  gehalten
und  war  gegen  die  1.  deutsche  Armee  vorgegangen.

Unmittelbar  nach  ihrem  Siege  in  der  Schlacht  von  Solesmes  war
die  I.  Armee  mit  dem  2.  Kavalleriekorps  nach  Südwesten  aufgebrochen,
  teils  um  dem  Feinde  ein  Ausweichen  nach  dieser  Rich-