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kämen  und  der  Gegner  daher  in  der  Lage  sei,  von  seinem  rechten
Beeresflügel,  der  gesichert  hinter  seinen  Sperrfesten  stand,  also  von
der  1.  und  2.  Armee,  starke  Kräfte  zur  Stütze  seiner  Kauptarmee
Beranzuziehen,  und  als  gleichzeitig  von  Haris  aus  erhebliche  Truppenmassen
  in  die  Erscheinung  traten.

Kranzösischerseits  waren  die  Verhältnisse  derart  angeordnet,  daß
die  Deutschen  bei  Haris  und  Derdun  vorbeigehen  mußten,  wenn  sie
ihren  Feind  von  neuem  angreifen  wollten,  den  Franzosen  aber  gerade
dadurch  die  Möglichkeit  einer  doppelten  Umfassung  winkte,  wenn
die  Deutschen  wirklich  in  die  ihnen  gestellte  Falle  Rineingingen.  Vor
allem  auf  dem  linken  französischen  Flügel  sollte  sie  sich  geltend  machen,
wo  nordöstlich  der  Hauptstadt  unter  dem  Schutze  der  Forts  die
6.  Armee  zum  Angriff  bereitgestellt  und  entsprechend  verstärkt  worden
war.  Die  deutsche  1.  Armee  aber  hatte  bis  zum  5.  abends  nur  den
einen  Gedanken  gehabt  und  seine  Ausführbarkeit  für  möglich  gehalten,
  dem  Feinde  an  der  Klinge  zu  bleiben  und  ihn  zum  Entscheidungskampf
  zu  zwingen.  Daß  er  sich  von  ihr  loslöste  und  freiwillig
  zurückging,  hätte  sie  freilich  stutzig  machen  können;  auch  war
es  unzweifelhaft,  daß  die  bei  Amiens  geschlagenen  Truppen  auf
Daris  zurückgegangen  waren;  sie  hielt  aber  unentwegt  an  ihrem
Dernichtungsgedanken  fest  und  ließ  vor  Haris  nur  so  viel  stehen,  als
etwa  genügt  haben  würde,  um  einen  Ausfall  der  Besatzung  zurückzuweisen.


Für  die  übrigen  Armeen,  abgesehen  vom  rechten  Flügel  der  2.,
brachten  die  neuen  Weisungen  des  Armeeoberkommandos  keinerlei
Grund  zum  Haltenbleiben.  Sie  stürmten  also  weiter,  um  den  so  oft
schon  geschlagenen  Feind  endlich  zur  Entscheidung  zu  zwingen,  und
nur  Teile  der  Kronprinzen-Armee  schwenkten  im  weitern  Vorgehen
gegen  Derdun  ein,  um  den  Dormarsch  der  Zaupttruppe  in  der  Flanke
zu  sichern.  Ihr  rechter  Flügel  ging  in  der  Richtung  auf  Revign'
vor,  während  der  linke  Flügel  außer  durch  das  V.  Reservekorps
demnächst  auch  durch  die  Armeeabteilung  von  Strantz,  die  aus  dem
V.  Armeekorps  und  anderen  an  Ort  und  Stelle  befindlichen  Truppenteilen
  gebildet  worden  war,  im  Anschluß  an  die  VI.  Armee  gesichert
  wurde.  Der  Abtransport  dieses  Korps  nach  dem  Osten  hatte
sich  mittlerweile  als  überflüssig  herausgestellt.

Unter  solchen  Umständen  stellte  die  2.  Armee,  nachdem  sie  bis
zum  4.  die  Derfolgung  fortgesetzt  hatte,  den  für  den  5.  vorgesehenen
Dormarsch  bis  in  die  Linie  Montmirail—Dertus  ein,  als  sie  die
Weisung  erhielt,  daß  die  2.  Armee  zwischen  Marne  und  Seine  zu  verbleiben
  habe.  Nur  der  linke  Armeeflügel  wurde  bis  Morains  le
Detit  vorgenommen.  Die  3.  Armee  gelangte  unter  fortwährenden
heftigen  Gefechten,  wie  wir  sahen,  bis  Thälons  fur  Marne;  die
4.  Armee  am  5.  unter  VDorhutgefechten  bis  in  die  Cinie  Vitry
le  FKrançois—St.  Mard;  die  5.  Armee  endlich  kam  am  4.  September
unter  ständigen  Kämpfen  bis  in  den  Raum  von  Triaucourt  und