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unter  Preisgabe  des  eigenen  linken  und  des  rechten  Flügels  der
2.  Armee.

Zunächst  zwar  hielt  man  bei  der  1.  Armee  die  Gefahr  nicht  für
so  dringend,  als  sie  es  in  Wirklichkeit  war,  und  rief  nur  das  II.  und
IV.  Korps  gegen  den  Hariser  Feind  zurück;  das  III.  und  IX.  Korps
aber  wurden  der  2.  Armee  unterstellt,  weil  sie  im  Kampf  nach  Süden
bleiben  sollten.  Bald  aber  sah  man  sich  genötigt,  diese  Maßregel
rückgängig  zu  machen  und  eine  völlige  Frontveränderung  der  I.  Armee
vorzunehmen.  Die  Heereskavallerie  sollte  nunmehr  die  Lücke
schließen,  die  infolge  des  Rechtsabmarsches  der  I.  Armee  zwischen
dieser  und  der  2.  entstehen  mußte.

Am  6.  focht  zunächst  das  IV.  Reservekorps  ohne  die  von  Brüssel
heranmarschierende  Brigade  allein  mit  der  4.  Kavalleriedivision
gegen  eine  vielfache  Ubermacht.  Maunoury  griff  mit  einer  Division
südlich,  mit  zwei  Korps  nördlich  der  Marne  an,  ohne  ctwas  erreichen
  zu  können,  während  seine  Kavallerie  den  Gegner  nördlich
zu  umfassen  suchte.  Dann  aber  wurde  das  IV.  Reservekorps  durch
das  II.  Armeekorps  unterstützt,  das  mit  je  einer  Division  auf  seinen
beiden  Flügeln  eingriff,  den  Kampf  wieder  herstellte  und  sogar  mit
seinem  linken  Flügel  den  Feind  bei  Dareddes  energisch  zurückwarf.
Rechts  vom  II.  griff  am  7.  früh  auch  das  IV.  Korps  ein.  Es  war  mit
der  Kavallerie  des  Generals  von  der  Marwitz  im  siegreichen  Dorgehen
  auf  Hrovins,  als  der  Befehl  zum  Zurückgehen  es  erreichte.
Dennoch  legte  es  die  60  km  weite  Strecke  über  Coulommiers—
Ca  Ferté  sous  Jouarre—Croup  und  Etavigny  zurück,  ohne  an  seiner
Gefechtskraft  einzubüßen  und  konnte  am  7.  früh  mit  unaufhaltsamem
Schwung  in  das  Gefecht  eingreifen.  Doch  auch  das  genügte  nicht,
um  des  Feindes  Berr  zu  werden.  Schon  am  7.  erbielten  daher  das
III.  und  IX.  Korps,  die  in  der  Linie  Esternap—Courtacon  mit  dem
linken  Klügel  der  5.  französischen  Armee  in  siegreichem  Gefecht  standen,
  den  Befehl,  zur  1.  Armee  zurückzukehren.  Die  5.  Division  wurde
auf  dem  linken  Flügel  der  Armee  bereitgestellt,  wo  der  Feind  besonders
  drängte;  die  6.  marschierte  weiter,  um  mit  dem  IX.  Korps
gemeinsam  anzugreifen.  Dieses  gab  eine  Brigade  mit  Artillerie  an
die  Kavallerie  des  Generals  von  Marwitz  ab,  die  nach  Montreuil
aux  lions  gelangte,  und  marschierte  dann  weiter  nach  dem  rechten
Flügel.  In  Erwartung  dieser  Derstärkung  gelang  es  den  8.  September
  siegreich  zu  überdauern.  Den  9.  sollte  die  Entscheidung
fallen.  Man  war  bei  der  1.  Armee  der  Ansicht,  daß  ein  glücklicher
Ausgang  der  Schlacht  nur  herbeigeführt  werden  könne,  wenn  es
gelänge,  die  aus  Haris  hervorgebrochenen  Kräfte  entscheidend  zu
schlagen.  Man  wollte  daher  am  9.  früh  mit  dem  IX.  Korps  und  der
6.  Division  umfassend  angreifen,  während  man  die  Brigade  Cepel
des  IV.  Reservekorps,  die  endlich  aus  Brüssel  herangekommen  war,
die  ebenfalls  herangekommene  10.  Landwehrbrigade  und  eine  Abteilung
  bisheriger  Stappentruppen  unter  Oberst  von  der  Schulen-