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Man  kann  sich  des  Eindrucks  nicht  erwehren,  daß  die  Engländer
noch  einige  Seit  hätten  aufgehalten  und  dann  die  Schlacht  hätte  gewonnen
  werden  können,  wenn  die  2.  Armee,  statt  von  ihrem  linken
Slügel  aus  fortgesetzt  offensiv  zu  werden,  ihren  rechten  verstärkt
und  mit  ihm  gegen  die  Flanke  der  Engländer  und  Franzosen  zum  Angriff
  vorgebrochen  wäre.  Die  Engländer  hätten  es  dann  schwerlich
gewagt,  über  die  Marne  vorzustoßen.  Zu  einem  solchen  Angriff  aber
war  die  2.  Armee  durchaus  befähigt;  man  muß  nur  bedenken,  wie
leicht  Marwitz  die  minderwertigen  Engländer  schlug,  daß  der  rechte
deutsche  Klügel  der  2.  Armee  am  9.  überhaupt  nicht  angegriffen
wurde  und  daß  die  Franzosen  ihr  I.  Armeekorps  vom  linken  auf  den
rechten  Klügel  der  5.  Armee  gezogen  hatten,  um  den  dortigen  Angriffen
  Widerstand  leisten  zu  können.  Beides  geschah  aber  nicht.
Die  2.  Armee  blieb  bei  ihrer  Auffassung  der  Lage,  die  ja  durch  den
letzten  RKeeresbefehl  gerechtfertigt  war,  und  tat  nichts  für  ihren
rechten  Flügel.

Dieser  mußte  nun,  um  nicht  umgangen  zu  werden,  in  die  Cinie
Margny—e  Thoult  zurückgenommen  werden;  aber  auch  für  diesen
Tag  —  den  9.  September  —  war  noch  die  aussichtsreiche  Offensive
am  linken  Flügel  befohlen  worden;  der  Mt.  Ao#t  wurde  geräumt
gefunden  und  besetzt,  und  erst  als  die  Nachricht  einging,  daß  die
I.  Armee  immer  noch  am  westlichen  Ufer  des  Ourcq  in  blutigem
Kampfe  stände,  die  Engländer  mit  immer  stärkeren  WMassen  an
und  über  die  Marne  vorgingen  und  auch  der  linke  Flügel  der  5.  französischen
  Armee  sich  immer  entscheidender  geltend  machte,  wurde  im
Einverständnis  mit  dem  Gberstleutnant  Bentsch,  der  von  der  Gbersten
Beeresleitung  herbeigeeilt  war,  um  Einheitlichkeit  in  die  Operationen
zu  bringen,  der  Rückzug  beschlossen,  der  allerdings  unvermeidlich
geworden  zu  sein  schien.

Infolgedessen  trat  die  2.  Armee,  nachdem  der  Feind  am  linken
Klügel  und  in  der  Mitte  Überall  geworfen  worden  war,  in  den  Wachmittagsstunden
  des  9.  September  den  Rückzug  an,  der  dem  deutschen
Volke  zum  Derderben  werden  sollte.  Der  Sieg  aber  ist  den  Deutschen
nur  entgangen  infolge  des  inneren  Widerspruchs  in  den  Maßnahmen
der  1.  und  2.  Armee:  der  Offensive  der  ersteren  auf  dem  rechten,
der  2.  auf  dem  linken  Flügel.  Beide  wollten  die  Weisungen  der
Obersten  Beeresleitung  rücksichtslos  befolgen;  diese  den  Feind  aus
Haris  offensiv  zurückwerfen,  jene  zwischen  Marne  und  Seine  Stellung
nehmen  und  durch  die  Offensive  ihres  linken  Flügels  das  Vorgehen
der  3.  Armee  vorbereiten,  das  seinerseits  den  Durchbruch  der  6.  und
7.  Armee  über  die  Mosel  erleichtern  sollte.

Den  Befehl  zum  Rückzug  erhielt  im  Mamen  der  Obersten
Beeresleitung  von  GOberstleutnant  Bentsch  auch  die  I.  Armee.

Diese  hatte  um  11  Uhr  30  Minuten,  während  der  rechte  Flügel
in  energischer  Offensive  blieb,  auf  die  Tachricht  hin,  daß  die  Engländer
  die  Marne  überschritten  hätten,  den  Befehl  erteilt,  daß  der