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linke  Slügel  über  May  en  Multien  nach  Coulombs  zurückgebogen
werden,  während  die  Brigade  des  IX.  Korps  den  Feind  angreifen
und  die  5.  Division  auf  Dhuisy  vorgehen  sollte.  Wir  haben  schon

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Karte  15.  Die  Lage  am  g.  Sepfember  10  14  (nach  v.  Kuhl).

gesehen,  daß  dieser  Angriff  durchaus  erfolgreich  war,  selbst  ohne
daß  die  5.  Diovision  eingesetzt  wurde.  Aus  der  Front  folgte  der  Feind
der  rückwärtigen  Bewegung  der  Deutschen  überhaupt  nicht,  ihr
rechter  Flügel  aber,  der  mit  seinen  äußersten  Truppen  sogar  in  den
Rücken  der  Franzosen  vorstieß,  war  überall  in  siegreichem  Vorgehen.
Dennoch  mußte  zurückgegangen  werden,  da  die  2.  Armee  den  Rückzug
  bereits  angetreten  hatte.  Die  I.  Armee  traf  demnach  die  entsprechenden
  Anordnungen,  die  außerordentlich  schwierig  waren,  weil
die  Trains  und  Kolonnen  von  der  Heeresleitung  selbst  derart  bewegt
werden  mußten,  daß  eine  Derstopfung  der  Straßen  vermieden  werde.

Ob  Oberstleutnant  HBentsch  sachlich  berechtigt  war,  den  Rückzug
zu  befehlen:  diese  Frage  wage  ich  nicht  zu  entscheiden.  Er  selbst  hat
jedenfalls  geglaubt,  richtig  zu  hbandeln.

Sieben  schwache  preußische  Divisionen  des  rechten  Flügels  der
2.  deutschen  Armee  haben  gegen  vierzehn  französische  gefochten,  deren
jede  etwa  doppelt  so  stark  war,  wie  eine  preußische.  Die  15.  Division
war  nach  den  Äußerungen  des  Gberstleutnants  sogar  geschlagen,  was
bei  der  gewaltigen  Übermacht  des  Feindes  gewiß  nicht  zu  verwundern
wäre,  aber  tatsächlich  nicht  der  Fall  war;  ja  der  Oberstleutnant  hielt
die  ganze  2.  Armee  nur  noch  für  „Schlacke“.  Neuere  Untersuchungen
haben  das  Gegenteil  bewiesen  und  werden  durck  die  späteren  Leistungen
  der  Armee  bestätigt.  Auch  stand  am  0.  früh  die  Masse  der  Engländer
  zum  UÜbergang  über  die  Marne  bereit.  Der  Oberstleutnant
sah  daher  von  seinem  Standpunkt  aus  keine  Möglichkeit  mehr,  die
entscheidende  Lücke  zwischen  der  1.  und  2.  Armee  zu  schließen,  obgleich
24  Stunden  genügt  hätten,  um  den  Sieg  der  Deutschen  zu  entscheiden.
Auf  der  anderen  Seite  ist  zu  beachten,  daß  der  rechte  Flügel  der