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Als  er  am  9.  September  gegeben  wurde,  hatte  die  siegreiche
1.  Armee  sofort  den  Kampf  abgebrochen  und  war,  ohne  vom  Feinde
belästigt  zu  werden,  in  die  Cinie  Crépy  en  Dalois—La  Ferté  Milon—
Oberlauf  des  Ourcq  zurückgegangen.  Auch  die  2.  Armee  ging  —
mit  dem  rechten  Flügel  über  Jaulgonne  —  hinter  die  Marne  zurück
und  ließ  auf  dem  Südufer  nur  bei  Flavignvy  eine  Nachhut  stehen,
um  den  rechten  Flügel  der  5.  Armee  zu  schützen.  Dagegen  gruppierte
sich  die  5.  Armee  südlich  TChälons  zu  neuer  Offensive,  und  die  4&amp;.  und
5.  gingen  am  0.  überhaupt  nicht  zurück,  sondern  planten  —  wie  wir
sahen  —  noch  einen  nächtlichen  Angriff.  Den  10.  verschwand  die
1.  Armee  in  den  Waldungen  von  Dillers-Cotteréts,  die  2.  setzte  ihren
Rückmarsch  fort,  die  3.  blieb  im  wesentlichen  stehen,  die  4.  griff
sogar  mit  ihrem  rechten  Flügel  noch  erfolgreich  an,  und  auch  die
5.  machte  siegreiche  Teilangriffe.  Erst  am  Il.  setzte  die  allgemeine
Rückzugsbewegung  des  linken  deutschen  Flügels  ein.  Man  scheint  bei
der  Obersten  Heeresleitung  sogar  die  Megnahme  von  Verdun  ins
Auge  gefaßt  zu  haben,  um  so  wenigstens  einen  gewissen  Gewinn  aus
der  siegreichen  Feldzugseröffnung  ziehen  zu  können;  sehr  bald  aber
erwies  es  sich,  wie  schon  gesagt,  als  unmöglich,  den  Rückzug  des
rechten  Klügels  mit  dem  Festhalten  des  linken  zu  vereinigen:  auch
dieser  mußte  zurückgenommen  werden.

Der  Feind  aber  folgte  auch  auf  dem  rechten  deutschen  Flügel
noch  immer  nicht  energisch.  Unbehelligt  konnten  die  1.  und  2.  Armeeihre
  Kampfkraft  von  neuem  ordnen  und  nahmen  erst  am  12.  September
  ihre  endgültige  Stellung  hinter  der  Aisne  und  bei  Reims  ein.
Rier  klaffte  noch  immer  eine  gewaltige  Lücke  von  25  km  zwischen
der  1.  und  2.  Armee.  Die  3.  ging  erst  am  II.  über  die  Marne  zurück,
die  4.  löste  sich  an  eben  diesem  Tage  vom  Feinde,  und  die  5.  zog
sich  erst  am  l2.  beginnend  langsam  zurück.  Erst  am  12.  wich  die
S.  Armee  noch  weiter,  um  erst  am  15.  ihre  endgültige  Aufstellung
auf  den  Böhen  von  Hrosnes  und  Souain  zu  erreichen,  während  die
4.  Armee  am  12.  in  die  Linie  Suippes—St.  Ménehould  gelangte,  um
am  15.  ihre  eigentliche  Stellung  Souain—Binarville  einzunehmen,
die  5.  aber  so  langsam  durch  die  Argonnen  zurückwich,  daß  sie  erst
am  15.  in  der  für  sie  ausersehenen  Stellung  Binarville—Montfaucon
ankam,  um  bei  Consenvove  den  Kräften  der  eigenen  Armee  die
Rand  zu  reichen,  die  die  Festung  Verdun  auf  dem  rechten  Maasufer
umschlossen.  Da  sich  im  Rückzuge  der  Raum  verengerte,  wurde  zugleich
  angeordnet,  daß  die  3.,  4.  und  5.  Armee  je  ein  Armeekorpsabgeben
  sollten,  um  den  rechten  Flügel  des  Heeres  zu  verlängern.

Swei  von  ihnen  sind  wirklich  abmarschiert  und  haben  zu  ihrem.
Teil  mitgewirkt,  die  Krisis  an  der  Aisne  siegreich  zu  überwinden;
das  dritte  wurde  der  5.  Armee  belassen.

Der  Feind  folgte  dem  linken  Flügel  der  Deutschen  erst  am
14.  September.  Unterdessen  waren  die  rechtsufrigen  Forts  von  Derdun,
  Troyon  und  les  Haroches,  ergebnislos,  weil  mit  zu  schwachen