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Abend  des  15.  September  wurde  von  der  l.  Gardedivision  ein  Vorstoß
  des  Keindes  zwischen  Reims  und  Brimont  abgeschlagen.

Aber  damit  war  die  Krisis  der  Schlacht  noch  nicht  zu  Ende.
Die  Franzosen  und  Engländer  nahmen  am  14..  September  ihre  Versuche
  wieder  auf,  die  deutsche  Linie  zu  durchbrechen,  und  das  VII.  Reservekorps
  war  viel  zu  schwach,  um  ihrer  vielfachen  Überlegenheit
gegenüber  den  Damenweg  auf  die  Dauer  zu  behaupten.  Don  der
1.  und  2.  Armee  aber  konnte  es  nicht  unterstützt  werden,  weil  sie
beide  auf  ihren  inneren  Flügeln  lebhaft  angegriffen  waren  und  sich
nur  mit  Muühe  behaupteten.  Trotz  der  größten  Tapferkeit  mußte
daher  der  Damenweg  aufgegeben  und  in  den  Ailettegrund  zurückgewichen
  werden,  der  sich  hinter  der  Stellung  entlang  zog;  die  zusammengefaßte
  französische  Kavallerie  aber,  bestehend  aus  der  (4.,
8.  und  10.  Division,  ritt  auf  Sissonne  vor,  um  in  den  Rücken  der
Deutschen  zu  gelangen  und  deren  rückwärtige  Derbindungen  zu
durchschneiden.  Der  Durchbruch  schien  vollendet  und  damit  das
Schicksal  der  deutschen  Armeen  besiegelt.  Da  traf  das  XV.  Armeekorps
  an  der  entscheidenden  Stelle  ein.  Der  Wendepunkt  der  Schlacht
war  gekommen.

Die  französische  Reiterei  mußte  kehrtmachen,  um  nicht  abgeschnitten
  zu  werden,  und  in  mehrtägigen  Kämpfen  warfen  das
XV.  Korps  und  das  VII.  Reservekorps  die  Franzosen  und  Engländer
von  den  Höhen  hBerunter  und  in  das  Aisnetal  zurück.  Einen  schweren
Stand  aber  hatte  der  rechte  Flügel  der  2.  Armee,  den  der  Feind
mit  allen  Mitteln  zu  umfassen  suchte.  Biergegen  war  schon  frühzeitig
  ein  starkes  Detachement  unter  Generalleutnant  Steinmetz  als
Flankendeckung  der  2.  Armee  über  Teuschatel  vorgeschickt,  aber  sofort
  in  schwere  Kämpfe  verwickelt  worden,  so  daß  das  XII.  Armeekorps,
  das  der  Armee  zur  Verfügung  gestellt  worden  und  mittlerweile
herangekommen  war,  auf  Teucchatel  herangezogen  wurde  und  noch
am  gleichen  Abend  auf  den  Höhen  von  Mennerille  am  rechten  Aisneufer
  Fuß  faßte.  Es  sollte  am  15.  in  der  Richtung  auf  Dontavert—
Berrv  au  Bac  vorstoßen  und  dann  unter  den  Befehl  der  7.  Armee
treten.

So  wogte  der  Kampf  hin  und  Ber.  Im  ganzen  blieben  aber  die
Deutschen  Sieger.  Auch  das  XVIII.  deutsche  Korps,  das  von  der
4.  Armee  abgegeben  und  von  der  Obersten  HBeeresleitung  zur  Verfügung
  gestellt  worden  war,  wurde  zwischen  dem  VII.  und  X.  Reservekorps
  noch  eingesetzt.  Damit  aber  gelang  es,  die  Lage  in  der  Front
zu  halten  und  den  Feind  jeder  Erfolgsmöglichkeit  zu  berauben.  Ein
Angriff,  den  die  2.  Armee  mit  ihrem  rechten  Flügel  unternahm,  stieß
auf  einen  Gegenangriff  der  Franzosen;  den  ganzen  17.  über  wurde
gefochten,  aber  keiner  der  beiden  Gegner  vermochte  bleibende  Dorteile
  davonzutragen,  und  nur  die  Feste  Brimont,  die  die  Franzosen
bisher  besetzt  Ratten,  wurde  von  den  Deutschen  genommen.  3500  Gefangene
  wurden  in  diesem  Kampfe  gemacht,  ohne  daß  irgendeine