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Entscheidung  dadurch  herbeigeführt  wurde,  und  am  10.  fanden  die
Frontalkämpfe  bei  der  2.  Armee  ihren  vorläufigen  Abschluß.

General  Joffre  mußte  einsehen,  daß  eine  Durchbrechung  der
deutschen  Front,  nachdem  ihre  Cinien  einmal  geschlossen  waren,  nicht
mehr  möglich  sei.  Uberall  hatten  die  Deutschen  den  Frontalangriff
siegreich  zurückgewiesen  und  den  Gegner  trotz  seiner  gewaltigen
üÜberlegenheit  gegen  den  Alsnefluß  zurückgeworfen.  Aber  auch  ihnen
war  es  nicht  gelungen,  einen  entscheidenden  Sieg  zu  erringen.  Sie
hielten  sich  nach  wie  vor  in  der  Derteidigung,  so  daß  der  französische
Generalissimus  einen  neuen  Dersuch  unternehmen  konnte,  sie  zu
überwältigen.

Was  in  der  Front  mißlungen  war,  sollte  auf  dem  scheinbar  ungedeckten
  rechten  Flügel  der  Deutschen  erreicht  werden.  Dieser  sollte
umfaßt  und  gegen  die  Maas  zurückgeworfen  werden.  Gelang  es
hier  durchzudringen  und  einen  wirklichen  Sieg  zu  erfechten,  dann
mußten  die  Deutschen  wohl  oder  übel  über  die  mittlere  Maas  zurückweichen,
  und  Belgien  war  ihnen  wahrscheinlich  verloren.  Hier  aber
war  ein  Sieg  um  so  mehr  zu  erwarten,  als  die  Franzosen  über  das
weitaus  bessere  Eisenbahnnetz  verfügten  und  zudem  immer  noch  die
Initiative  bekhaupteten.

Sunächst  stand  das  XIII.  Armeekorps,  das  von  der  Armee  Dubail
herangeführt  war,  um  die  stark  mitgenommene  Armee  Maunourv
zu  verstärken,  zu  einem  solchen  Dersuch  bereit.  Am  l6.  ging  es,  nachdem
  die  französische  Reiterei  schon  am  15.  unglücklich  gefochten  hatte,
im  Derein  mit  dem  IV.  Armeekorps  auf  beiden  Ufern  der  Oise  zum
Angriff  gegen  Klucks  rechte  scheinbar  ungeschützte  Flanke  vor.  Bier
war  aber  mittlerweile  das  IX.  Reservekorps  angekommen.

Rachdem  es  verschiedene  Gefechte  in  Belgien  siegreich  bestanden
hatte,  war  es  auf  dem  Wege  nach  dem  Westen  am  7.  September  aufgehalten
  und  näher  nach  Antwerpen  Bherangezogen  worden,  weil  dort
ein  Ausfall  der  Belgier  drohte,  der  bereits  besprochen  worden  ist.  Gleich
darauf  aber  war  es  auf  dringendes  Ersuchen  der  Obersten  Beeresleitung
  wieder  nach  der  Aisne  in  Marsch  gesetzt  worden  und  kam
nun  gerade  zurecht,  um  den  Angriff  zurückzuweisen,  den  Joffre  gegen
Klucks  rechte  Klanke  angesetzt  hatte.  In  frisch  geführtem  Stoß  warf
es  die  mehr  als  doppelt  überlegenen  französischen  Angriffstruppen
über  den  Haufen,  nahm  ihnen  mehrere  Zatterien  ab  und  erstritt
die  Linie  Elincourt—Marchemont—Baill#  und  Carlepont.  Auch
dieser  Hlan  Joffres  war  vorläufig  gescheitert.  Die  Deutschen  hatten
sich  behauptet,  Ratten  aber  die  Initiative  nicht  wieder  an  sich  reißen
können.  So  stand  es  Joffre  immer  noch  frei,  den  Gedanken  der  Umfassung
  in  erweitertem  Maßstabe  wieder  aufzunehmen.  Es  war  der
einzige,  der  einen  bleibenden  Erfolg  versprach,  jetzt  aber  natürlich
sehr  viel  schwerer  auszuführen  war,  nachdem  nicht  nur  das  siegreiche
  IX.  Reservekorps,  das  bisher  zur  7.  Armee  gehärt  hatte,  der
I.  Armee  unterstellt,  sondern  auch  HBeereskavalleriekorps  2  mit  der