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2.  und  9.  Kavalleriedivision  zur  weiteren  Stütze  auf  den  rechten
Flügel  des  Gesamtheeres  geschickt  worden  war.  Die  2.,  4.,  7.  und
O.  Kavalleriedivision  waren  in  der  ungefähren  Linie  Lassignp—Carlepont
  vereinigt  worden  und  deckten  in  zahlreichen  Gefechten  den
rechten  Flügel  des  Beeres.  Am  10.  September  aber  erhielt  die
4.  Kavalleriedivision  den  Auftrag,  die  Eisenbahnlinie  Ce  Cateau—
St.  Quentin  gegen  feindliche  Unternehmungen  zu  decken.

Mittlerweile  war  im  deutschen  Großen  KRauptaquartier  eine
folgenschwere  Deränderung  vor  sich  gegangen:  der  schwer  leidende
Generaloberst  von  Moltke  war  völlig  zusammengebrochen  und  hatte
die  Geschäfte  der  Obersten  Beeresleitung  zunächst  vertretungsweise,
um  die  öffentliche  Meinung  nicht  zu  erregen,  an  den  bisherigen
Kriegsminister,  General  von  Falkenhapn,  abgegeben.  Dieser  griff  mit
frischer  Kraft  in  die  Derhältnisse  ein.  Sein  Kauptaugenmerk  war
darauf  gerichtet,  den  Umfassungsversuchen  der  Gegner  in  Frankreich
erfolgreich  entgegenzutreten,  Antwerpen  zu  nehmen,  das  alle  Unternehmungen
  der  Deutschen  am  entscheidenden  Flügel  auf  das  empfindlichste
  bedrohte,  und  die  Armee  zu  verstärken.  In  Doraussicht
der  kommenden  Ereignisse  hatte  er  schon  die  Errichtung  von  fünf
neuen  Korps  angeordnet.  Nach  dem  Osten  wollte  er  nur  das  Notwendigste
  abgeben,  da  er  mit  Zecht  die  nächste  Entscheidung  in
Frankreich  Beranreifen  sah.  Es  war  das  um  so  mehr  nötig,  als  in
England  unter  Leitung  des  Kriegsministers  Lord  Kitchener  alles
darangesetzt  wurde,  um  neue  Diovisionen  zu  bilden,  soweit  Freiwillige
in  dem  weiten  Zeich  überhaupt  aufzutreiben  waren.  Schon  war
die  englische  Armee  um  eine  weitere  Division  verstärkt  worden,  die
vorläufig  in  Reserve  blieb,  und  weitere  sieben  Infanterie=  und  eine
Kavalleriedivision  waren  in  der  Bildung  begriffen,  während  indische
Truppen  im  Antransport  waren.  Watürlich  mußte  Falkenhavyn  dabei
mit  den  gegebenen  Derhältnissen  rechnen;  so  kam  es  denn,  daß  zunächst
  noch  eine  Reihe  von  Kämpfen  stattfanden,  die  in  den  geschilderten
  Gedankengang  zunächst  nicht  zu  passen  schienen.

wWährend  in  der  TLücke  zwischen  der  1.  und  2.  Armee  und  auf
dem  rechten  Flügel  der  I.  um  die  Entscheidung  gekämpft  wurde,
fanden  auf  der  ganzen  übrigen  Front  des  deutschen  Heeres  hartnäckige
  Gefechte  statt,  die  den  Sweck  verfolgten,  teils  Truppen  zu
fesseln  und  sie  zu  verhindern,  dort  Hilfe  zu  bringen,  wo  die  Entscheidung
  fallen  sollte,  teils  selbst  die  deutsche  Kront  zu  durchbrechen
und  damit  indirekt  die  Entscheidung  zu  begünstigen.  Auch  die
Deutschen  griffen  wiederholt  an,  um  ähnliche  Swecke  zu  erreichen
oder  ihre  Stellungen  zu  verbessern.  Der  Kampf  tobte  auf  der  ganzen
Cinie.  Im  ganzen  aber  behaupteten  die  Deutschen  nicht  nur  ihre
Stellungen,  sondern  drängten  auch  Franzosen  und  Engländer  allmählich
  in  die  Derteidigung.  Besonders  heftig  wurde  die  3.  Armee
angegriffen,  die  jetzt  vom  General  von  Einem  befehligt  wurde,
nachdem  der  schwer  erkrankte  Generaloberst  von  Hausen  den  Kriegs-=