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Flügel  des  Gesamtheeres  mit  möglichst  starken  Kräften  zu  verlängern.
Sie  nahm  sehr  bedeutende  Kräfte  in  Anspruch  und  führte  zu  einer
taktisch  höchst  ungünstigen  Lage,  die  die  Franzosen  geradezu  zur
Gegenwirkung  herausforderte.  Groß  mochte  zwar  nunmehr  die
Gefahr  sein,  daß  die  gerade  Derbindung  Toul  und  Derdun  unterbrochen
  und  die  südliche  Front  der  Festung  Derdun  dem  Angreifer
bloßgelegt  würde,  die  schlechthin  entscheidende  Operation  war  doch
Joffres  Dersuch,  die  rechte  deutsche  Klanke  zu  umfassen,  Antwerpen
zu  entsetzen  und  so  die  deutschen  Beere  aufzurollen  und  zu  vernichten.
Ihm  mußte  mit  allen  Mitteln  entgegengetreten  und  zugleich  die  Eroberung
  der  großen  Scheldefestung  auf  jede  denkbare  Weise  beschleunigt
  werden.  In  diesem  Sinne  waren  denn  auch  alle  Anordnungen
  getroffen.  Am  selben  Tage,  an  dem  das  Camp  des  Romains
ficl,  scheiterte  des  französischen  Beerführers  zweiter  Dersuch,  die  entscheidende
  Umfassung  durchzuführen.

Der  Wettmarsch  nach  dem  Meere  und  die  Schlacht
bei  CLille.

Als  die  Schlacht  gegen  das  IX.  Reservekorps  geschlagen  und
damit  Joffres  erster  Umfassungsversuck  gescheitert  war,  beschloß  er
sogleich,  denselben  Gedanken  in  vergrößertem  Waßstabe  auszuführen.
Der  rechte  Flügel  des  deutschen  Heeres  war  nur  durch  HBeereskavallerie
  in  lächerlich  dünner  Aufstellung  längs  der  Bahnlinie  Compiegne—Rove—Thaulnes
  geschützt;  trotzdem  zwang  sie  selbst  franzä
  sische  Infanterie  zu  vorsichtigem  Heranfühlen.  Bier  sollte  der  neue
Stoß  geführt  werden.  Die  2.  Armee  wurde  aufgelöst  und  zum  Teil
dem  General  Dubail  unterstellt;  General  von  Castelnau  aber  erhielt
den  Auftrag,  bei  Amiens  aus  dem  XIV.  Korps  der  I.,  dem  XI.  Korps
der  9.  und  dem  XIX.  Korps  eine  neue  2.  Armee  zu  bilden  und  mit
ihr  die  Umfassung  durchzuführen.  Demgegenüber  wurde  von  deutscher
  Seite  zunächst  die  Beereskavallerie  dem  Feinde  entgegengeworfen,
  dann  verlängerte  der  größte  Teil  des  lI.  Korps  den  rechten
Flügel  der  1.  Armee,  indem  er  einen  Defensirhaken  zum  Schutz  der
dußeren  Flanke  des  IX.  Reservekorps  bildete,  und  weiter  kam  in
Gewaltmärschen  das  XVIII.  Korps  von  der  2.  Armee  heran,  wo
es  am  22.  abmarschiert  war.  Ihm  folgte  zunächst  das  XXI.  Korps
und  das  l.  baperische,  die  mit  der  Bahn  über  Belgien  herangeführt
wurden,  und  als  zweite  Staffel  das  II.  baverische  Korps  und  die
26.  Reservedivision  vom  XIV.  Reservekorps,  das  mit  der  Garde-Kavalleriedivision
  ebenfalls  herankam.  Cetztere  wurde  unter  dem
Kommandeur  des  Heereskavalleriekorps  1  mit  der  &amp;.  Kavalleriedivision
  zu  einem  Korps  vereinigt.  Diese  Truppen  bildeten  vom  23.  an,
wie  es  scheint  nur  vorläufig,  die  neue  6.  Armee  unter  dem  Kronprin-=zen
  Rupprecht  von  Bapern.  So  gelang  es  —  sogar  ohne  die  zweite