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Arras  herum,  um  in  der  Gegend  von  Lens  den  Aufmarsch  der
6.  Armee  zu  sichern  und  in  schweren  verlustreichen  Fußgefechten  den
Gegner  so  lange  aufzuhalten,  bis  die  eigene  Infanterie  in  die  von
der  Kavallerie  gehaltenen  Stellungen  einrücken  konnte.  Sie  besetzte
die  Cinie  Estevelles—Loos—Souchez  und  mit  dem  Garde--Jägerbataillon
  die  nachmals  berühmt  gewordene  Corettokapelle.  Diese  Linie
behauptete  sie  in  zahlreichen  Kämpfen  gegen  bedeutende  feindliche
Übermacht  bis  zum  8.  Oktober,  an  welchem  Tage  die  Infanterie
zur  Ablösung  eintraf,  nachdem  schon  vorher  eine  in  Douai  befindliche
Besatzung  zersprengt  worden  war.  Jetzt  galt  es,  im  Derein  mit  dem
4.  Kavalleriekorps  nach  Westen  vorzustoßen  und  den  neuen  Kräften,
die  zur  weiteren  Derlängerung  des  rechten  HBeeresflügels  Rerangeführt
  wurden,  Aufmarschzeit  und  Kampfgelände  zu  erstreiten.
Das  4.  Kavalleriekorps  war  Ende  September  mit  der  5.,  6.
und  der  baperischen  Kavalleriedivision  nach  Dalenciennes  und  Mons
herangefahren  worden  und  war  zunächst  östlich  bei  Roubaix  und
Tourcoing  vorbei  nach  Norden  vorgegangen.  Mpern  sollte  erreicht
und  erst  dann  nach  Westen  gegen  Bailleul  und  Hazebrouck  eingeschwenkt
  werden.  Unterwegs  wurde  durch  eine  Hatrouille  des
Fürsten  Wrede  der  baperischen  Kavalleriedivision  festgestellt,  daß
Lille  sich  als  offene  Stadt  betrachte  und  nur  schwach  von  den  Franzosen
  besetzt  sei.  Dann  hatte  das  Kavalleriekorps,  nachdem  Upern,
Dormezeele  und  Wytschaete  am  7.  Oktober  erreicht  waren,  sich  nach
Westen  gewendet.  Bazebrouck  und  HDieux-Berquin  wurden  vergeblich
  angegriffen;  in  der  Macht  vom  0.  zum  10.  blieben  die  Divisionen
in  Bailleul,  Steenwerck  und  Meteren.  Das  1.  und  2.  Kavalleriekorp-.
aber  rückten  nach  Norden  ab.  Sie  besetzten  in  der  Nacht  zum  10.
die  Übergänge  über  den  Deulekanal  und  nächtigten  in  dem  Raume
Wapvrin,  Sainghin,  Don  und  Annoeulin,  um  dann  nach  NWordwesten
vorzugehen.  Die  Kanalbrücke  bei  Bauvin  aber  am  linken  Flügel
der  Kavallerie,  hatte  schon  am  Dormittag  die  28.  Infanteriedivision
des  XIV.  Korps  besetzt.  So  gelang  es,  die  10.  Armee  Mand'huis  nicht
nur  zum  Stehen  zu  bringen,  sondern  auch  im  Norden  zu  umfassen.
Aber  noch  waren  die  Hilfsmittel  beider  Harteien  nicht  erschöpft.
Die  Engländer  hatten  schon  Ende  September  das  Derlangen  gestellt,
  am  linken  Flügel  der  gemeinsamen  Armee  verwendet  zu
werden  und  hatten  ihren  Willen  trotz  Joffres  berechtigten  Einwendungen
  durchgesetzt.  Sie  wollten  Englands  besondere  Interessen
wahren  und  Antwerpen  entsetzen,  indem  sie  sich  längs  der  Küste  gegen
diese  Festung  vorschoben,  um  Englands  ausgedehntes  Festlandglacis.
zu  wahren.  Sie  mochten  diese  Aufgabe  nicht  fremden  Bänden
anrertrauen.  Ihre  Kavallerie  war  daher  schon  am  1.  Oktober  aufgebrochen,
  und  ihr  waren  das  lI.,  III.  und  J.  Korps  in  der  genannten
Reihenfolge  am  3.,  5.  und  7.  Oktober  gefolgt.  Bei  Hazebrouck  und
St.  Omer,  also  am  linken  Flügel  der  Armee  Maud'kuis,  sollten  sie
sich  zum  weiteren  Vormarsch  versammeln,  während  ein  viertes