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abbefördert  wurde.  Später  kam  auch  noch  die  7.  Kavalleriedivision
aus  Flandern  hinzu,  wohin  sie  dann  wieder  zurückgeschickt  wurde.
Im  übrigen  unterlag  ihre  Zusammensetzung  fast  täglichen  Abänderungen,
  so  daß  es  ganz  unmöglich  ist,  sie  im  einzelnen  zu  verfolgen.
  Auch  die  Abteilung  Gaede,  deren  Zusammensetzung  bereits
erwähnt  worden  ist,  scheint  vielfach  in  ihren  Bestandteilen  gewechselt
zu  haben.  Die  l.  baverische  und  die  7.  württembergische  Landwehrdivision,
  endlich  die  8.  baperische  Landwehrdivision,  die  in  der
Deimat  gebildet  wurde,  sind  erst  im  Winter  1014/15  Rinzugekommen.
Die  Truppen,  die  unter  dem  Befehl  Falkenhausens  standen,  bielten
den  Abschnitt  bis  in  die  Böhe  von  St.  Dié,  im  allgemeinen  längs
der  deutschen  Grenze,  besetzt,  die  Abteilung  Gaede  von  dort  bis  an
die  Schweizer  Grenze  und  den  Rhein  bei  Basel.  Ein  kleiner  Teil
vom  Elsaß  war,  wie  bereits  geschildert,  in  französischer  Hand.

Rechts  von  der  1.  Armee  stand  die  neugebildete  2.,  die  bisher
links  von  der  I.  gestanden  Ratte  und  dort  von  der  3.  abgelöst  worden
war.  Sie  reichte  mit  ihrem  rechten  Flügel  etwa  bis  Bapaume,  wo
sich  dann  die  neugebildete  6.  Armee  anschloß,  die  bis  Menin  reichen
sollte.  Hier  sollte  dann  die  4.  Armee  Anschluß  suchen,  das  Land  bis
zum  Meere  in  Besitz  nehmen  und  womöglich,  wenn  das  Glück  ihr
günstig  war,  bis  Calais  vordringen  und  die  Derbindung  zwischen
Frankreich  und  England  gefährden.

Kür  den  Augenblick  also  kam  es  darauf  an,  Antwerpen  möglichst
  rasch  zu  erobern  und  den  rechten  Flügel  der  6.  Armee  so  lange
gegen  Umfassung  zu  sichern,  bis  die  4.  Armee  herankam,  um  diese
Aufgabe  zu  übernehmen.  Su  diesem  Sweck  wurden  außer  dem  VII.,
wie  schon  erzählt,  das  XlII.  und  endlich  auch  das  XIX.  Korps  durch
Belgien  Rerangefahren  und  je  nach  ihrem  Eintreffen  eingesetzt;  vor
Antwerpen  aber  wurde  alles  zur  beschleunigten  Belagerung  eingerichtet.
  Es  wurde  ein  Belagerungskorps  gebildet.  Es  sollte  aus
dem  III.  Reservekorps,  einer  neugebildeten  Marinedivision,  der  4&amp;.  Ersatzdivision,
  die  aus  Lothringen  herangeführt  wurde,  und  der  26.
und  37.  Landwehrbrigade  bestehen  und  konnte  schwerlich  mehr  als
50  000  Mann  gegen  die  gewaltige  Stadt  einsetzen,  da  die  Sicherung
der  Derbindungslinien  und  des  Henterlandes  starke  Besatzungen  erforderte,
  dic  ebenfalls  von  der  Belagerungsarmee  gestellt  werden
mußten.  Auch  konnte  man  Gent  und  Dendermonde  nicht  besetzen,
seit  das  IX.  Reservekorps  an  die  Aisne  abgerückt  war;  es  mußte
daher  der  Besatzung  von  Antwerpen  die  VDerbindung  über  Gent  und
Ostende  freigegeben  werden.  Die  37.  Brigade,  die  am  linken  Flügel
stand,  mußte  sich  damit  begnügen,  Alost  zu  besetzen  und  Dendermonde
sowie  die  Schelde  zu  beobachten.

Auch  die  Belagerungsartillerie  war  der  Sahl  nach  nicht  sehr
bedeutend,  dafür  aber  mit  Kruppschen  42-cm-,  österreichischen  30,5-cm-Motorgeschützen,
  langen  28-m-Marinegeschützen  und  21#cm-Mör-