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Die  Festung  wurde  außerdem  —  ganz  abgesehen  von  ihrer  sonstigen
Besatzung  —  von  der  ganzen  belgischen  Feldarmee  verteidigt,  die
man  auf  annähernd  90—100  000  Mann  berechnen  kann,  und  die
den  angreifenden  Truppen  weit  überlegen  war.  In  Gent  sammelte
sich  außerdem  ein  ansehnliches  Korps  von  Landsturm  und  Freiwilligen
  und  hielt  die  Verbindung  zwischen  Antwerpen,  Ostende  und
der  Armee  der  Verbündeten  aufrecht.  Die  Deutschen  waren  viel
zu  schwach,  um  das  verhindern  zu  können.  Ihre  Kräfte  reichten  —
wie  wir  sahen  —  nicht  zu,  um  Dendermonde  und  Gent  zu  besetzen.

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Karte  18.  Antwerpen  1914.

Sie  konnten  die  Festung  Üüberhaupt  nicht  völlig  einschließen,  schon
weil  —  ganz  abgesehen  von  ihrer  Schwäche  —  die  neutrale  holländische
  Grenze  viel  zu  nahe  war.  So  mußte  sich  der  General  von  Beseler,
  der  mit  dem  Angriff  betraut  war,  darauf  beschränken,  einen
bestimmten  Abschnitt  der  Befestigungslinie  anzugreifen,  ihn  niederzukämpfen
  und  von  ihm  aus  die  übrige  Stadt  und  ihren  Kranz  von
Festungswerken  zu  erobern.  Darauf,  daß  die  Besatzung  sich  der  Gefangennahme
  entziehen  würde,  sei  es  über  Gent  und  Ostende,  sei  es
über  die  holländische  Grenze,  mußte  er  auf  alle  Fälle  gefaßt  sein.
So  wählte  er  denn  die  Linie  zwischen  den  Forts  von  Liers  und  Waelv.
  Bernhardi,  Deschlands  Beldenkampf.  7