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hem  zum  Angriff.  Die  Nebenforts  der  genannten  Front,  die  Forts
Kessel  und  Braindonck,  wollte  er  ebenfalls  artilleristisch  angreifen  und
sich  im  übrgien  darauf  beschränken,  seine  Klanken  durch  die  ihm  beigegebenen
  Landwehrbrigaden  zu  sichern.  Von  ihnen  sollte  die  37.
auf  dem  linken  Flügel  Dendermonde  und  Alost  sperren,  um  seinen
linken  Klügel,  auf  dem  die  meiste  Gefahr  drohte,  nach  Möglichkeit
  gegen  Gent  zu  sichern.  Die  Hauptlast  des  Angriffs  sollte  auf
dem  III.  Reservekorps  ruhen,  das  dementsprechend  auf  dem  rechten
Flügel  der  Angriffslinie  Stellung  nahm.  Im  übrigen  war  diese  so
gewählt,  daß  man  außer  der  Fortlinie  nur  einen  verhältnismäßig
schmalen  Teil  der  Netheniederung,  die  der  Gegner  unter  Wasser
gesetzt  hatte,  zu  überschreiten  brauchte,  während  die  Festung  sonst,
soweit  sie  überhaupt  von  den  Deutschen  angegriffen  werden  konnte,
von  breiten  Gewässern  umschlossen  war.

Die  belgische  Armee  hatte  sich  am  25.  September  zu  einem
neuen  Ausfall  entschlossen,  wohl  weil  sie  glaubte,  daß  sich  die  Deutschen
  durch  den  Abzug  des  IX.  Reservekorps  sehr  geschwächt  hätten,
und  um  in  die  Lage  zu  kommen,  den  heranmarschierenden  Verbündeten
  über  Gent  die  Hand  zu  reichen.  Er  sollte  sich  dementsprechend.
gegen  den  linken  Flügel  der  Belagerungsarmee  wenden  und  ihm
über  Alost—Dendermonde  in  die  linke  Flanke  fallen.  Die  37.  Brigade,
  vor  Dendermonde  überraschend  von  der  4.  belgischen  Diovision
  angegriffen,  entzog  sich  geschickt  der  Umfassung  und  zog  sich
auf  den  linken  Flügel  der  Belagerungsarmee  zurück;  die  belgischen
Rauptkräfte  jedoch  eilten,  so  schnell  sie  konnten,  in  die  Stadt  zurück,
denn  mittlerweile  hatte  der  Angriff  auf  die  Forts  in  ganz  überraschender
  Weise  begonnen.  Am  28.  September  fiel  der  erste  Schuß,
also  gerade  an  dem  Tage,  an  dem  General  Maud'huis  den  Dormarcch
aus  seinen  Dersammlungsorten  antrat.  Bei  der  bekannten  Widerstandsfähigkeit
  der  Festung  konnte  er  hoffen,  noch  rechtzeitig  zu
ihrem  Entsatz  anzukommen.  Die  Belgier  aber  ließen  die  4.  Division
und  die  Kavallerie  bei  Dendermonde  stehen,  das  besetzt  wurde,
um  auf  alle  Fälle  den  Rückzug  nach  Ostende  offen  zu  halten.

Unterdes  schritt  der  Angriff  rasch  vorwärts,  schneller  als  man
für  möglich  gehalten  hätte,  und  die  Festung  näherte  sich  bald
ihrem  Fall,  trotz  aller  Kilferufe,  die  der  König  von  Belgien  an
Franzosen  und  Engländer  richtete.  Joffre  brachte  ein  Hilfskorpvon
  6000  Marinefüselieren  mit  einigen  Maschinengewehren  unter
Admiral  Ronach  auf,  das  er  über  Dünkirchen  nach  Antwerpen
sandte,  das  aber  dort  nicht  vor  dem  0.  Oktober  ankommen  konnte,
England  wies  das  IV.  Korps  an,  über  Gent  zum  Entsatz  der  Festung
vorzurücken,  und  der  englische  Marineminister  Thurchill  machte  sich
dadurch  lächerlich,  daß  er,  der  persönlich  am  3.  Oktober  in  Antwerpen
  eintraf,  etwa  8000  Mann  Marineinfanterie  mit  einigen
schweren  Geschützen  übers  Meer  nach  Antwerpen  brachte  und  sich
tatsächlich  einbildete,  mit  dieser  Derstärkung  die  Besatzung  und  die