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sion  aber  und  die  2.  belgische  Kavalleriedivision  standen  etwa  bei
Campernisse  in  Reserve.

Die  belgische  Armee  war  tief  erschüttert.  Es  war  ihr  zwar
gelungen,  in  die  Userstellung  zu  entkommen  und  ihre  Verbände  zu
wahren,  ihre  Verluste  aber  waren  sehr  bedeutend.  Ganz  abgesehen
von  denen,  die  sie  in  Antwerpen  selbst  erlitten  und  5000  Gefangenen,
hatte  sie  auf  dem  fluchtartigen  Rückzuge  schwere  Einbuße  gehabt;
einzelne  Teile  —  20000  Mann  mit  2000  Engländern  —  waren
über  die  holländische  Grenze  gedrängt,  andere,  besonders  bei  den
Engländern,  die  die  Nachhut  bildeten,  vollständig  zersprengt  worden.
  So  bedurften  sie  sehr  erkeblicher  Verstärkung,  um  ernstlichen
Widerstand  leisten  zu  können.  Französische  Kräfte  kamen  nur  sehr
allmählich  zur  Stelle.  So  war  es  hauptsächlich  die  verstärkte  belgische
Armee,  gegen  die  die  Scharen  der  deutschen  4.  Armee  zunächst  anstürmten,
  die  mittlerweile  durch  Belgien  Beranmarschiert  und  ihrerseits
  durch  das  rechts  vorwärts  gestaffelte  III.  Reservekorps  vermehrt
  worden  waren,  das  aus  der  5.  und  6.  Reservedivision  und
der  4.  Ersatzdivision  bestand.  Auch  war  die  neugebildete  4.  deutsche
Armee  durch  einen  Teil  der  Belagerungsartillerie  von  Antwerpen
noch  besonders  verstärkt  worden.  Man  glaubte  dadurch  die  erkannte
  Minderwertigkeit  der  deutschen  Feldartillerie  auszugleichen
und  dem  Feinde  eine  besonders  wirksame  Waffe  entgegenzusetzen.

Wie  stark  die  Verbündeten  eigentlich  waren  und  wie  sie  ihre
Derbände  verwendeten,  läßt  sich  aus  den  mir  zur  Verfügung  stehenden
  nur  deutschen  Quellen  nicht  einwandfrei  nachweisen.  Nur
etwa  eieemes  steht  zweifellos  fest:  Die  Belgier  waren  an  der
INer  ihren  eigenen  Angaben  nach  60  000  Mann  stark,  unter  denen
sich  48000  Mann  Infanterie  befanden.  Sie  wurden  durch  die
.  französische  Division  und  anscheinend  noch  einige  andere  französische
  Truppen  unterstützt.  So  wurden  in  Dixmuiden  zwei  französische
  Divisionen  festgestellt,  zu  denen  auch  die  Marinefüsiliere  des
Admirals  Ronach  gehört  zu  haben  scheinen,  und  in  Nieuport  mehrere
  Territorialdioisionen.

Die  Heeresleitung  der  Verbündeten  hatte  außerdem  eine  neue,
die  8.  Feldarmee  aufgestellt,  die  bisher  in  Haris  gewesen  war
und  die  General  d'Urbal  befehligte.  Sie  bestand  aus  dem  IX.  Korps,
das  am  25.  eintraf  und  der  9.  Armee  entnommen  war,  die  nunmehr
  ganz  aufgelöst  wurde,  dem  XVI.  Korps,  das  am  öl.  Oktober
im  Upernbogen  eintraf,  dem  XXXII.  Korps  und  anscheinend  auch
dem  II.  Armeekorps.  Die  8.  und  die  10.  Armee  unterstanden  dem
gemeinsamem  Oberbefehl  des  Generals  Foch.  Ob  die  87.  und  die
89.  Territorialdivision,  die  ebenfalls  an  der  Schlacht  teilnahmen,
sowie  das  Kavalleriekorps  Conneau  dem  General  Foch  direkt  unterstanden
  oder  etwa  d'Urbal,  ist  nicht  klar.  Auch  werden  noch  schwarze
und  Kolonialtruppen  genannt,  ohne  daß  ich  ermitteln  kann,  welchen
Derbänden  sie  angekört  haben.  Die  englische  Armee  bestand  Mitte

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