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die  User-Linie  und  südlich  Npern  die  beherrschenden  Höhen  zu  gewinnen
  und  so  von  neuem  die  Sberlegenheit  der  deutschen  Waffen
selbst  einer  gewaltigen  Übermacht  gegenüber  festzustellen.  Nur  den
Lpernbogen  selbst  vermochten  die  Engländer  festzuhalten.  So  endete
der  Westfeldzug  des  Jahres  lolch,  ohne  daß  an  irgendeiner  Stelle  eine
Entscheidung  gefallen  wäre.

Den  20.  Movember  begann  der  Abtransport  starker  Truppenteile
  nach  Holen,  nachdem  bereits  am  30.  Oktober  mit  dem  Abfahren
  von  Kavallerie  begonnen  worden  war,  unter  der  sich  auch
das  Kavalleriekorp-s  Richthofen  mit  der  6.  und  0.  Kapvalleriedivision
befand.  Ihnen  folgte  etwas  später  das  Korps  Hollen,  das  aus  der
2.  und  4.  Kavalleriedivision  bestand.

Wittlerweile  war  schon  am  8.  Tovember  1914  die  Marinedivision
  in  eine  Marinekorps  umgewandelt  worden,  dessen  Generalkom--mando
  in  Gent  lag.  Seine  Infanterie  bestand  aus  drei  Matrosenregimentern
  und  der  Marineinfanterie,  während  die  Matrosenartillerie
  die  belgische  Seefront  besetzte  und  die  Küste  armierte.  Es
wurden  30  Geschütze  schwersten  Kalibers,  darunter  fünf  58-cm=  und
vier  50-cm-Geschütze,  und  außerdem  eine  Menge  Schnelladekanonen
von  21-cm=  bis  zum  10-0m-Kaliber  herangebracht.  Sie  deckten  fortan
gegen  alle  feindlichen  Angriffe  und  schützten  die  Flanke  der  Armee.

Auswirkung  und  Bedeutung  des  ersten  Feldzuges
im  Westen.

Während  in  Flandern  um  die  Entscheidung  gerungen  wurde,
stand  auch  auf  der  übrigen  Westfront  die  kriegerische  Tätigkeit  nicht
still.  Entscheidende  Kämpfe  wurden  zwar  nirgends  geliefert,  dagegen
kam  es  beiden  Harteien  darauf  an,  den  Feind  zu  verbindern,  Truppen
aus  der  betreffenden  Front  fortzuziehen  und  in  den  Entscheidungskampf
  einzusetzen.  Auch  wurden  örtliche  Derbesserungen  der  Stellung
überall  angestrebt.  So  ruhten  die  Waffen  eigentlich  niemals,  und
auf  der  ganzen  Front  tobte  der  Kampf.  Deutsche  und  ihre  Gegner
hatten  das  gleiche  Interesse,  den  Feind  festzuhalten  und  ihre  Cinie
möglichst  uneinnehmbar  zu  machen.  Westlich  Lille  und  an  der  Lorettohöhe,
  bei  Arras  und  Bapaume  wurde  erbittert  gekämpft.  Bei  dieser
Stadt  gelang  es,  den  Feind  um  etwa  15  km  zurückzudrücken.  Albert
blieb  in  seiner  Rand.  Der  Straßenknotenpunkt  Roye  aber  fiel  nach
langen  wechselnden  Kämpfen  in  deutschen  Besitz.  Auch  an  der  Aisne
wurde  heftig  gefochten.  Bemerkenswert  ist  hier  besonders  das  Gefecht
  bei  Vailly,  bei  welchem  das  III.  preußische  Korps  dem  Feinde
mit  dem  gleichnamigen  Städtchen  zugleich  die  ihm  am  rechten  Aisneufer
  vorgelagerten  Höhen  entriß.  Auch  in  dem  schwierigen  Waldgebirge
  der  Argonnen  machten  die  Deutschen  sichere  Fortschritte,  und
ebenso  wahrten  sie  in  den  Dogesen  in  fast  täglichen  Gefechten  ihren