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gewissermaßen  bereit  standen;  die  vier  anderen  aber,  von  denen
zwei  aus  der  Mitte,  zwei.  vom  linken  Klügel  der  Gesamtarmee  genommen
  werden  sollten,  wurden  dann  überhaupt  nicht  abgeschickt,
teils  weil  sie  im  Osten  überflüssig  erschienen,  teils  weil  sie  im  Westen
notwendig  waren.  Auch  das  ergebnislose  Anrennen  an  die  südlichen
Sperrfestungen  Frankreichs  war  die  Folge  davon,  daß  die  Angriffskraft
  der  Deutschen  weit  überschätzt  wurde.

Damit  aber  ist  die  Reihe  der  Zandlungen  noch  keineswegs  erschöpft,
  die  das  Scheitern  der  Westoffensive  zur  Folge  hatten.

Graf  Schlieffen,  der  frühere  Generalstabschef,  hatte  den  Gedanken
  gefaßt,  daß  man  durch  Belgien  vormarschierend  Frankreich
von  Norden  her  angreifen  und  zugleich  von  England  trennen  müsse.
Dieser  Gedanke  war  durch  die  Derhältnisse  notwendig  und  vom
Grafen  Schlieffen  mit  der  gräößten  Folgerichtigkeit  durchgeführt
werden.  In  der  Tat  war  es  kaum  anders  möglich,  Frankreich  anzugreifen.
  Südlich  Derdun  war  es  durch  die  Tatur  des  Geländes
und  die  Befestigungen  von  Toul,  Nanzig,  Spinal  und  Belfort  gegen
jeden  raschen  Erfolg  gesichert;  nördlich  von  Derdun  aber  waren  die
Befestigungen  weniger  bedeutend,  und  zugleich  forderte  die  Größe
moderner  Armeen  einen  Spielraum,  wie  er  nur  durch  die  Eroberung
Belgiens  gewonnen  werden  konnte.  Rasch  aber  mußte  ein  durchschlagender
  Erfolg  auf  alle  Fälle  errungen  werden,  da  man  den
Russen  doch  nur  eine  bestimmte  Zeit  lassen  konnte,  bevor  man  sich
gegen  sie  zurückwandte.  Man  glaubte  zwar  nach  den  Erfahrungen
des  Japanischen  Krieges  auf  die  LCangsamkeit  und  Schwerfälligkeit
ihrer  Operationen  rechnen  zu  können,  dagegen  wußte  man,  wie  gesagt,
  sehr  gut,  daß  sie  ihre  Mobilmachung  und  die  Dersammlung
ihrer  Armee  sehr  wesentlich  beschleunigt  hatten.  Der  Durchmarsch
durch  Belgien  wurde  daher  ganz  allgemein  und  nicht  bloß  in  Deutschland
  als  eine  NMotwendigkeit  angesehen.

Dementsprechend  wollte  Graf  Schlieffen  einen  möglichst  starken
Nordflügel  bilden,  weil  er  darin  das  Wesentlichste  der  ganzen  Operation
  sah.  In  Lothringen  dagegen  und  weiter  südlich  wollte  er  möglichst
  defensiv  bleiben.  Mit  25  Armeekorps,  12½  Reservekorps  und
8  Kavalleriedivisionen  wollte  er  die  große  Schwenkung  durch  Zelgien
und  Nordfrankreich  mit  dem  Drehpunkt  WMetz—Diedenhofen  ausführen.
  In  Lothringen  sollten  zum  Schutz  der  linken  Flanke  des
Reeres  rechts  der  Mosel  nur  dreieinhalbes  Armeekorps,  ein  Reservekorps
  und  drei  Kavalleriedivisionen  zurückbleiben.  Metz,  das  den
Stützpunkt  für  die  große  Schwenkung  bildete,  sollte  außer  seiner
Kriegsbesatzung  noch  sechs  Landwehrbrigaden  und  starke  schwere
Artillerie,  Straßburg  außer  der  Kriegsbesatzung  eine  Reservedivision
erhalten.  Am  Oberrhein  sollten  dreieinehalbe  Landwehrbrigaden,
im  Unterelsaß  nur  eine  Landwehrbrigade  verbleiben.  Metz  selbst
aber  sollte  im  Sinne  einer  großen  Feldstellung  Mosel—Deutsche  Nied
Saar  ausgebaut  werden.