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Beim  Angriff  sollte  die  nördlichste  Gruppe  der  Armee  neun
Armeekorps  und  fünf  Kavalleriedivisionen  stark  sein,  denen  zur  Einschließung
  von  Antwerpen  und  zur  Deckung  der  rechten  Flanke  sieben
Reservekorps  folgen  sollten.  Außerdem  sollten  von  den  zunächst  in
Cethringen  rechts  der  Mosel  befindlichen  Korps  zwei  so  bald  als
möglich  dem  rechten  Flügel  folgen,  wenn  die  Franzosen  hier  überhaupt
  nicht  angriffen.

Die  mittlere  Gruppe,  sechs  Armeekorps  und  eine  Reservediovision
stark,  sollte  gegen  die  Linie  RTamur—Wezières,  die  Südgruppe,  acht
Armeekorps  und  zwei  Koavalleriedivisionen  umfassend,  gegen  die
Linie  Mezières—Derdun  vorgeben.  Fünf  Reservekorps  sollten  in
Anlehnung  an  Wetz  die  linke  Flanke  der  Armee  gegen  ein  VDorgehen
des  Feindes  aus  der  Linie  Toul—Oerdun  auf  den  linken  Woselufer
decken.  Sechzehn  Landwehrbrigaden  sollten  der  Angriffsarmee  nördlich
  und  südlich  der  Maas  folgen.  Außerdem  sollten  acht  Ersatzdivisionen,
  die  1914  auf  sechseinhalb  zusammenschrumpften,  sobald  die
Eisenbahnen  einigermaßen  frei  waren,  hinter  dem  rechten  Flügel
des  Beeres  Bermarschieren.  Auch  der  Landsturm  und  die  in  den
Festungen  befindlichen  Landwehren  sollten  sofort  aufgeboten  und  zur
Besetzung  des  Stappengebiets  verwendet  werden.  Dank  dieser  Gruppierung
  sollten  die  Kranzosen  immer  von  neuem  in  ihrer  linken  Flanke
angegriffen  und  nach  Südosten  zurückgeworfen  werden.  Auch  Haris
wollte  man,  wenn  nötig,  umgehen.  Sieben  Armeekorps  wollte  man
zur  Umgehung  der  französischen  Bauptstadt,  sechs  neue  Korps  zu
ihrer  Einschließung  auf  der  Süd=  und  Westseite  verwenden.  Alles
war  darauf  berechnet,  die  französische  Armee  nach  Südosten  abzudrängen,
  zu  vernichten  und  damit  wirkliche  Kreiheit  zum  Kampf  gegen
Rußland  zu  gewinnen.  Der  Hlan  war  ebenso  einfach  wie  großartig
und  mußte,  wenn  es  überhaupt  möglich  war,  zum  Erfolge  führen.
Er  war  um  so  zweckmäßiger,  als  er  auch  genügend  Truppen  zur
Rückensicherung  gegen  England  bereitstellte.

Leider  aber  hat  man  ihn  keineswegs  ausgeführt.

Man  hielt  zwar  an  dem  Grundgedanken  der  Umgehung  durch
Belgien  fest,  glaubte  aber  gleichzeitig  den  linken  Flügel  verstärken
und  das  Land  vor  feindlichem  Einbruch  direkt  schützen  zu  können.
Die  hierzu  nötigen  Truppen  konnten  natürlich  nur  dem  rechten  Stoßflügel
  entnommen,  dieser  mußte  also  geschwächt  werden,  was  um
so  bedenklicher  erscheint,  als  man  doch  auch  an  einen  Krieg  mit  England
  denken  mußte.  Fast  scheint  es,  daß  man  einen  solchen,  wie
das  ja  auch  in  der  Holitik  der  Kall  war,  für  unmöglich  gehalten  hat.
Jedenfalls  waren  keinerlei  Truppen  vorgesehen,  um  die  rückwärtigen
Derbindungen  der  Armee  gegen  England  zu  decken.

In  diesem  Gedankengange  war  der  deutsche  Aufmarsch,  wie  er
#lol  tatsächlich  ausgeführt  wurde,  leider  entworfen.  26  Armeekorps
  im  ganzen  sollten  die  geplante  Schwenkung  durch  Belgien  und
Nordfrankreich  mit  dem  Drehpunkt  Metz—Diedenhofen  ausführen,