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daß  er  mit  großem  Geschick  und  frischer  Tatkraft  den  Feldzug  im
Westen  auf  eine  neue  Basis  stellte.  Den  Bewegungskrieg,  der  der
deutschen  Sigentümlichkeit  am  besten  entsprach,  aufrecht  zu  erhalten,
hat  er  allerdings  nicht  verstanden.  Es  hätte  dazu  eine  gewaltige
Hersönlichkeit  gehört,  die  den  Mut  gehabt  hätte,  Gelände  freiwillig
preiszugeben,  und  vielleicht  in  einem  exzentrischen  Rückzug,  der  zu
neuer  Offensive  geführt  hätte,  einen  wirklich  entscheidenden  Sieg
anzubahnen.  Der  Gedanke  zu  einer  ähnlichen  Operation  ist  dem
General  von  Falkenhavn,  glaube  ich,  gar  nicht  gekommen,  und  so
entschloß  er  sich  denn  zu  der  nächstliegenden  Art  der  Derteidigung:
Fesihalten  der  Aisnelinie  und  allmähliches  Derlängern  des  rechten
Flügels.  -

Die  ursprüngliche  Richtung,  die  beim  Einmarsch  in  Frankreich
eingeschlagen  worden  war,  konnte  er  freilich  nicht  festhalten,  nachdem
schon  unter  seinem  Dorgänger  den  Deutschen  die  Initiative  entwunden
  war.  Mit  unleugbarem  Geschick  aber  hat  er  verstanden,  den
FKranzosen  und  Engländern  die  Umfassung  des  deutschen  rechten
Flügels  unmöglich  zu  machen  und  zuletzt  durch  die  rechtzeitige  Wegnahme
  von  Antwerpen  und  Vorsendung  der  neuen  4.  Armee  das
Gesetz  des  Krieges  wieder  an  sich  zu  reißen.  Auch  wäre  er  siegreich
  durchgedrungen,  wenn  nicht  im  letzten  Augenblick  die  Belgier
das  Meer  zu  Hilfe  gerufen  und  den  Derbündeten  dadurch  die  Seit
verschafft  hätten,  stärkere  Kräfte  Reranzuziehen.

Schwerer  ist  es  allerdings  zu  beurteilen,  ob  es  wirklich  nötig  war,
das  XXIV.  Korps  nach  Metz  und  das  XXV.  nach  dem  COsten  zu
senden,  oder  ob  man  nicht  besser  getan  hätte,  diese  Reservekorps  mit
den  übrigen  vereint  nach  Flandern  zu  schicken;  ob  es  nicht  überhaupt
zweckmäßig  gewesen  wäre,  das  Elsaß  noch  weit  mehr,  als  es  geschehen
  ist,  von  Truppen  zugunsten  der  Flandernoffensive  zu  entblößen,
  ja  es,  wenn  nötig,  bis  zur  Breuschlinie  ganz  preiszugeben.
Mehrere  Armeekorps  mehr  hätten  besonders  zu  Beginn  der  Klandernschlacht
  ein  entscheidendes  Gewicht  in  die  schwankende  Wagschale
werfen  und  den  so  nötigen  Sieg  entscheiden  können,  während  sie
da,  wo  sie  wirklich  eingesetzt  wurden,  wenig  Entscheidendes  zu  leisten
imstande  waren.  Man  gewinnt  daher  den  Eindruck,  als  ob  hier
eine  halbe  Maßregel  vorläge.  Doch  tut  man  zweifellos  gut  daran,
sich  eines  abschließenden  Urteils  zu  enthalten,  da  man  doch  nicht
genau  weiß,  welche  Derhältnisse  vorlagen,  welchen  Swang  die  Lage
ausübte.

Nicht  ganz  unzweckmäßig  scheint  mir  dagegen  die  spätere  frontale
  Verteidigung  des  Elsaß.  Man  konnte  jetzt,  nachdem  man  die
Offensive  überhaupt  aufgegeben  hatte,  durch  eine  Hreisgabe  dieses
Landes  nichts  mehr  gewinnen.  Graf  Schlieffen  hat  allerdings
gesagt,  man  könne  die  Franzosen  ruhig  ins  Elsaß  einfallen  lassen,  da
sie  sehr  schnell  kehrtmachen  würden,  wenn  erst  der  Dormarsch  durch
Belgien  nach  Nordfrankreich  seine  Wirkung  täte.  Dieser  Ausspruckh