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und  45000  Gefangene  in  der  Hand  der  Sieger,  während  die  blutigen
  Verluste  etwa  40000  Mann  betragen  haben.  Auch  Großfürst
  Rikolaus,  der  sich  bei  der  Armee  befunden  hatte,  mußte  sich
der  Slucht  anschließen.

Swei  mächtige  feindliche  Beere  waren  geschlagen,  Ostpreußen
war  auf  absehbare  Seit  befreit.  Taten  waren  geschehen,  die  erst
die  Nachwelt  in  ihrer  ganzen  Größe  würdigen  wird,  und  die  Armee
stand  für  andere  Aufgaben  bereit.

Diese  aber  waren  mittlerweile  dringend  geworden.  Die  Donaumenarchie
  war  im  Begriff  niederzubrechen.  Schlesien  war  bedroht.
Esterreich,  unser  einziger  Bundesgenosse,  mußte  gerettet  werden,
wenn  Ostdeutschland,  das  wir  zur  Kriegführung  dringend  brauchten,
vom  Feinde  frei  bleiben  sollte;  Schlesien  mit  seinen  reichen  HRilfsmitteln
  durfte  dem  Feinde  nicht  preisgegeben  werden.

Die  Niederlage  Osterreichs  und  HZindenburgs
FEeldzüge  in  Holen  bis  zur  endgültigen  Einnahme
  von  Cods.

Während  in  der  geschilderten  Weise  deutsche  Truppen  die  Entscheidung
  herbeizuführen  suchten  und  sich  demnächst  auf  einen  längeren
  Krieg  vorbereiteten,  hatte  auch  Gsterreich  seinen  Aufmarsch  vollendet
  und  schritt  zum  Angriff,  obgleich  die  Doraussetzungen,  unter
denen  er  geplant  war,  nicht  mehr  ganz  zutrafen.  Die  Russen  waren
auch  hier  mit  ihrer  Dersammlung  sehr  viel  weiter  vorgeschritten,
als  man  angenommen  hatte.  Der  Angriff  mußte  beschleunigt  werden,
wenn  er  noch  einigermaßen  die  Dorteile  für  sich  haben  sollte,  die
ihn  rechtfertigten.  Die  in  dieser  Motlage  vom  serbischen  Kriegsschauplatz
  heranbeorderte  2.  Armee  kam  mit  sechs  Divisionen  in  Galizien
erst  an,  als  die  Operationen  bereits  begonnen  hatten.  Im  ganzen
sollen  die  Gsterreicher  in  Galizien  —  abgesehen  natürlich  vom  Korps
Kummer  —  etwa  750  000  Mann  stark  gewesen  sein.  So  erfochten
die  I.  und  4.  Armee,  als  sie  —  mit  dem  linken  Flügel  an  die  Weicksel
gelehnt  —  nach  Norden  vorbrachen,  zuerst  Erfolge.  Die  4.  mußte
allerdings  durch  eine  neugebildete  besondere  Beeresabteilung  unter
dem  Erzherzog  Josepk  Ferdinand,  die  aus  den  Reihen  der  3.  Armee
entnommen  wurde,  rechts  verlängert  werden.  Diese  letztere  aber
fand  Ersatz  durch  die  2.  Armee,  deren  Kräfte  allmählich  auf  dem
galizischen  Kriegsschauplatz  eintrafen.  Auch  die  I.  Armee  zog  die
Division  Kummer  über  Josefow  über  die  Weichsel  an  ihren  linken
Klügel  heran  und  überließ  die  Klankendeckung  dem  Korps  Woyrsch,
das  allmählich  herankam.  Die  5.  Armee  aber  war  nach  Osten  vorgeschoben,
  um  Lemberg  zu  decken,  und  mußte  noch  weiter,  als  bereits
  geschehen,  vorgenommen  werden,  als  die  Heeresgruppe  des
Erzherzogs  den  linken  Flügel  der  4.  Armee  verlängerte.