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Der  1.  Armee  war  es  gelungen,  die  vorderste  Welle  der  ihr
gegenübertretenden  4.  russischen  Armee  zu  schlagen  und  ihr  zahlreiche
Geschütze  und  Gefangene  abzunehmen;  Auffenberg  und  Joseph  Ferdinand
  hatten  ihrerseits  bei  Komarov  und  Samosc  über  den  Rauptteil
  der  5.  russischen  Armee  gesiegt;  beide  versuchten  in  der  allgemeinen
  ZRichtung  Cholm—xLublin  vorwärts  zu  kommen  und  hatten
dabei  gegen  eine  gewaltige  Übermacht  zu  kämpfen:  da  trat  ein  Umschwung
  in  der  Lage  ein.

Die  5.  österreichische  Armee  unter  dem  General  von  Brudermann
  war  nach  hartnäckigem  dreitägigem  Widerstande  von  der  stets
wachsenden  Überlegenhbeit  der  russischen  Armeen  —  Zußki,  Jwanow

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  22.  Die  Schlacht  bei  Cemberg  1914.

und  Brussilow  —  geschlagen  worden.  Auch  die  allmähliche  Ankunft
der  2.  österreichischen  Armee  hatte  daran  nichts  zu  ändern  vermocht.
Die  erste  Schlacht  bei  Lemberg  war  verloren,  die  Stadt  mußte  aufgegeben
  werden  und  wurde  am  l.  September  geräumt:  die  Heeresleitung
  mußte  neue  Entschließungen  fassen.

Sie  kam  zu  der  Absicht,  den  Kampf  um  Lemberg  noch  einmal
zu  versuchen.  Die  2.  Armee  war  nun  endlich  aus  Serbien  vollständig
herangekommen  und  wurde  bei  Sambor  zusammengestellt.  Das  VII.
und  IV.  Korps  bildeten  ihren  Kern.  General  von  Boehm-Ermolli  hatte
den  Befehl  übernommen.  Die  3.  Armee  war  an  der  Seen=  und
Teichlinie  von  Grodek  neu  geordnet  worden;  die  4.  hatte  die
schwierigste  Aufgabe.  Sie  mußte  im  Feuer  kehrtmachen  und  sich