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südlich  von  Rawa  Ruska  an  den  linken  Flügel  der  5.  setzen,  während
Erzherzog  Joseph  Ferdinand  die  5.  russische  Armee  im  Saum  halten
und  langsam  auf  die  Tücke  zurückgehen  mußte,  die  zwischen  der  1.
und  4.  klaffte.  Alles  hing  jetzt  davon  ab,  wie  lange  die  1.  Armee
standhalten  und  die  linke  Klanke  decken  würde.  Lemberg  mußte
zurückgenommen  sein,  bevor  die  1.  Armee  gezwungen  war,  nachzugeben.


In  dieser  Notlage  war  das  Armeekorps  Woyrsch  zu  Hilfe  gerufen
  worden.  Das  Korps  war  hinter  dem  leicht  weichenden  russischen
  Grenzschutz  über  Opoczno  vorgerückt  und  hatte  sich  der  Straße
nach  Radom  bemächtigt.  Dann  war  es  über  KRielce  und  Szvdlowiec
vorgegangen,  um  die  Weichsel  bei  Opole  zu  überschreiten  und  gegen
die  linke  Klanke  der  4.  russischen  Armee  vorzudringen.  Dabei  trat  es
mit  der  3.  Division  bei  Riclan—Malv,  mit  der  4.  bei  Kazanow  südlich
Radom  ins  Gefecht  gegen  russische  Kräfte,  die  über  Jwangorod  vorgeschickt
  waren,  und  konnte  angesichts  dieses  Widerstandes  seine  Absicht,
  gegen  die  linke  Klanke  der  Russen  vorzugehen,  nicht  rechtzeitig
erfüllen.  Jetzt  wurde  es  an  das  rechte  Weichselufer  gerufen,  um
den  rechten  Flügel  der  1.  Armee  gegen  Umfassung  zu  sichern  und  zu
stützen.  Es  nahm  bei  Tarnawka  und  Turobin  Aufstellung  und  focht
bis  zum  letzten  Augenblick,  standhaft  wie  ein  Fels  in  der  Brandung.
SEndlich  aber  war  die  Hiderstandskraft  der  1.  Armee  erschöpft.
Swischen  ihr  und  der  4.  drangen  die  R#ussen  in  gewaltigen  Scharen
siegreich  vor,  und  wenn  auch  der  Kampf  auf  dem  rechten  Flügel  des
Gesamtheeres  nicht  ungünstig  stand,  mußte  doch  am  II.  um  Wittag
der  Befehl  zum  allgemeinen  Zückzug  gegeben  werden,  wenn  der
linke  Flügel  der  Armee  und  damit  diese  selbst  überhaupt  noch  gerettet
werden  sollte.  Die  Artillerie  deckte  den  Rückzug  in  aufopfernder
Weise.  Das  Korps  Woyrsch,  das  bis  zuletzt  am  Feinde  war,  mußte,
nachdem  es  drei  Tage  lang  siegreich  gefochten  hatte,  eine  Landsturmbatterie
  liegen  lassen,  nachdem  sie  in  vorbildlicher  Tapferkeit  bis
zum  letzten  Mann  gekämpft  hatte.  Fechtend  ging  es  als  Nachhut  der
Esterreicher  zurück.  Die  verfolgende  Zeiterei  spritzte  vor  seinen
Cinien  auseinander.  Es  ermöglichte  den  einigermaßen  geordneten
Abzug  der  nur  durch  die  ungeheure  Übermacht  geschlagenen  I.  Armee,
die  trotzdem  einen  großen  Teil  ihres  Armeefuhrwerks  verlor,  aber
in  taktischem  Susammenhang  hinter  den  San  entkam,  um  sich  hinter
der  Wisloka  von  neuem  zu  ordnen,  während  Nachhuten  am  San
und  seinen  Brückenköpfen  schon  am  16.  September  tapfer  fochten.

Diese  aber  konnten  der  Russenflut  doch  nur  eine  gewisse  Seit
widerstehen,  und  so  wälzte  sich  der  Rückzug  weiter  bis  nach  der  Duklasenke,
  Gorlice  und  dem  Dunajec,  während  die  Gruppen  Kummer
und  Woyrsch  am  Nordufer  der  Weichsel  Krakau  deckten.  Die  Russen
folgten  zunächst  sehr  tief  gegliedert,  warfen  nur  starke  Kavallerie
auf  das  linke  Weichselufer  hinüber,  besetzten  nach  heftigen  Gefechten
gegen  Cruppen  zweiter  Cinie  die  Karpathenpässe  und  drangen  bis