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hatte,  ohne  zunächst  große  strategische  Erfolge  zu  zeitigen,  sollte
freilich  bestehen  bleiben,  ohne  ihn,  wie  wohl  zuerst  geplant,  durch
eine  zweite  Armee  flankierend  zu  unterstützen;  eine  entscheidende
Rolle  war  ihm  in  dem  neuen  Hlan  aber  nicht  zugedacht;  dagegen
  wollte  man  alle  Eroberungen  in  Westgalizien,  unter  Umständen
  sogar  Orzemysl,  preisgeben,  den  Hauptakzent  aber  nach  der
Mitte,  nach  Warschau  und  Nowogeorgiewsk,  verlegen,  den  linken
Flügel  der  deutschen  9.  Armee  mit  gewaltigen  Massen  umfassen
und  auf  diese  Weise  den  österreichischen  und  deutschen  Armeen  ein
schmähliches  Ende  bereiten.  Den  Esterreichern  fielen  infolgedessen
die  Dorteile,  die  das  deutsche  Dorgehen  gebracht  hatte,  als  reife
Früchte  in  den  Schoß.  Bis  zum  San  konnten  sie  vorrücken,  ohne  in
größere  Gefechte  verwickelt  zu  werden,  und  die  Karpathenpässe
fielen  alle  wieder  in  ihre  Hand,  da  die  dort  fechtenden  Truppen  von
den  RZussen  nicht  mehr  unterstützt  wurden;  ja  am  Jablonitzapaß
wurde  eine  russische  Abteilung  sogar  vollständig  versprengt.  —
Um  so  schwieriger  hatten  es  die  Deutschen.  Sunächst  mußten  sie
alle  die  wütenden  Ausfälle  zurückweisen,  die  die  Russen  aus  den  verschiedenen
  Brückenköpfen  der  Weichsel  unternahmen,  von  denen
Nowoalexandria  und  Jwangorod  die  bedeutendsten  waren;  dann
aber  mußten  sie  auch  sehr  bald  an  der  Weichsel  weiter  abwärts
rücken,  weil  die  Russen  immer  weiter  ausholten  und  ihre  Übergangsversuche
  immer  weiter  nach  Norden  verlegten;  auch  traf  die  Nachricht
  ein,  daß  nicht  nur  starke  Kräfte  sich  am  rechten  Weickselufer
nordwärts  schöben,  sondern  auch  bei  Warschau  sibirische  Korps  ausgeladen
  würden.  Dementsprechend  wurde  General  von  MWackensen
mit  dem  XVII.  Korps  beauftragt,  die  linke  Klanke  der  Armee  gegen
Warschau  zu  decken,  und  es  wurde  ihm  hierzu  auch  das  Korps
Frommel  unterstellt.

Schon  am  9.  Oktober  schlug  er  bei  Grodek  und  östlich  den  hier
sich  sammelnden  Feind  und  drang  auf  Warschau  vor.  Das  Korps
Frommel  zog  er  an  seinen  linken  Flügel  heran,  und  schon  am  12.  stand
er  dicht  vor  der  polnischen  Hauptstadt.  Das  XX.  Korps  sollte  mittlerweile
  Jwangorod  beobachten  und  jeden  Übergang  weiter  nördlich
vereiteln;  das  Garde-Reservekorps  erhielt  die  gleiche  Weisung  bezüglich
  Rowoalexandria;  weiter  südlich  verteidigte  das  Landwehrkorps
  die  Weichsel;  das  XI.  Korps  trat  in  den  Verband  der  l.  österreichischen
  Armee,  um  dieser  einen  gewissen  Ralt  zu  geben,  die
Weichsel  weiter  oberhalb  zu  beobachten  und  eintretendenfalls  —  d.  h.
also,  wenn  die  Esterreicher  am  San  siegreich  wären  —  bei  Opole
selbst  überzugehen.  Außerdem  stellte  die  österreichische  Heeresleitung
zwei  Kavalleriedivisionen  zur  Derfügung.  Im  übrigen  aber  waren
die  Kämpfe,  die  das  XX.  und  Garde-Reservekorps  bei  Nowoalexandria,
  Jwangorod  und  Kosjenitze  lieferten,  sehr  erbittert  zwar,
aber  überall  siegreich.  Allmählich  jedoch  wurde  es  nötig,  trotz  der
Flankendeckung  die  Truppen  weiter  nördlich  zu  schieben.  Die