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Schon  am  10.  November  war  der  stizzierte  Aufmarsch  vollendet.
Am  ll.  früh  konnte  der  Dormarsch  der  9.  Armee  beginnen.  Die
Russen  wurden  vollkommen  überrascht.  Auf  dem  rechten  Weichselufer
  standen  —  abgesehen  von  der  10.  Armee,  die  Ostpreußen  angriff
  —  das  l.  turkestanische  Korps  bei  Mlawa,  das  VI.  bei  Sierpe,
das  VI.  sibirische  mit  dem  linken  Flügel  bei  Hlozk.  Das  V.  sibirische
war  auf  Wloclawek  am  linken  Weichselufer  vorgeschoben,  und  der
rechte  Flügel  der  2.  Armee  —  das  lI.  Korps  —  stand  zwischen
Krosnievice  und  Lenczika,  während  das  Gros  der  2.  Armee  mit
dem  rechten  Flügel  bis  Uniejow  gelangt  war  und  starke  Reiterscharen
zu  beiden  Seiten  von  Kolo  vorgingen,  um  den  vermeintlichen  linken
Flügel  der  Deutschen  aufklärend  zu  umfassen.  Die  Russen  hatten  den
Dormarsch  angetreten.  Schon  am  9.  Wovember  wurde  die  russische
Kavallerie  von  deutschen  Reitern  zurückgeworfen.  Am  II.  Rovember
aber  traf  das  russische  Heer  an  seiner  schwächsten  Stelle  der  Stoß
der  deutschen  Masse,  zu  dem  im  ganzen  nur  fünfundeinhalbes  Korps
und  zwei  Kavalleriedivisionen  verwendet  werden  konnten.  Er  hatte
trotzdem  ganz  überraschende  Erfolge.  Das  V.  sibirische  Korps  ganz
zu  vernichten,  gelang  allerdings  nicht,  wie  geplant.  Dazu  waren  die
Wege  zu  grundlos  und  schlecht;  in  einer  Reihe  glänzender  Gefechte
aber,  die  gleich  zuerst  30  000  Gefangene  einbrachten,  wurde  der
rechte  Klügel  des  großen  russischen  Heeres  zerschmettert  und  gegen
die  Bzura  zurückgeworfen,  ohne  daß  es  möglich  geworden  wäre,  ihn
vom  rechten  Weichselufer  ausgiebig  zu  unterstützen.

Am  12.  bereits  wurde  Wloclawek  von  der  40.  Reservedivision
genommen,  wobei  deren  Kommandeur,  General  von  Briesen,  den
Heldentod  starb.  Ein  Bataillon  wurde  auf  das  rechte  Ufer  gegen  Lipno
vorgeschoben,  das  am  gleichen  Tage  von  der  Abteilung  von  Wrochem
und  der  zur  50.  Reservedivision  gehörenden  Brigade  Gregory  genommen
  worden  war,  nachdem  diese  Truppen  den  Tag  zuvor  starke
zum  VI.  russischen  Korps  gehörende  Kräfte  bei  Kikel  blutig  zurückgeschlagen
  hatten.  Am  14.  lieferte  das  XI.  Korps  bei  Chelmno  ein
ebenso  blutiges  wie  siegreiches  Gefecht  und  nahm  in  der  darauffolgenden
  Nacht  Dombie  gegen  Truppen  des  XXIII.  russischen  Korps
der  2.  Armee,  das  unter  dem  Schutze  von  Novikows  Reitern  rechtsum
gemacht  hatte,  um  dem  überraschend  aufgetretenen  Feinde  zu  begegnen.
  An  dem  gleichen  Tage  hatten  das  XVII.  und  XX.  Korps
den  Gegner  bei  Dombrowiece  angegriffen  und  war  das  l.  Reservekorps
  bei  Marianka  auf  den  Feind  gestoßen.  Das  XXV.  Korps,  das
die  schwache  Abteilung  Schmidt  zur  Derfolgung  des  im  Weickseltal
zurückgehenden  Feindes  abgeschickt  hatte,  gelangte  selbst  nach  Lubien,
während  die  Seitenabteilung  in  Domb  Wielki  verblieb.  Die  vereinigte
  Abteilung  Wrochem  =  Gregory  schlug  bei  Cipno  die  zum
VI.  russischen  Korps  gehörende  4.  Division;  das  VI.  sibirische  Korps
aber  hatte  bei  Hlozk  die  Weichsel  überschritten,  und  die  Trümmer
des  V.  sibirischen  Korps  schlossen  sich  ihm  im  Rückzuge  an.  Es