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Galkow  die  feindliche  Aufstellung  durchbrochen  und  war,  da
sie  keinen  Gegner  vor  sich  hatte,  zuerst  nach  Zrzezinv  gelangt,  das  sie
im  Sturm  nahm.  Dann  war  die  50.  Division  in  die  linke  Flanke
der  am  Eisenbabndamm  Wakowice—Cods  der  40.  Division  gegenüberstehenden
  Russen  gelangt  und  hatte  dieser  den  Weg  geöffnet.
So  war  es  der  ganzen  Truppe  am  24.  Movember  gelungen,  durchzukommen
  und  alle  feindlichen  Gegenangriffe  zurückzuschlagen.  Auch
das  IV.  und  V.  sibirische  Korps  scheinen  hier  von  Warschau  Ber
verwendet  worden  zu  sein.  Wenigstens  wurde  die  Kasse  des  ersteren
erbeutet  und  auch  das  letztere  nachgewiesen.  Der  Ruhm  des  Tages
fiel  Rierbei  vor  allem  dem  XXV.  Reservekorps  zu,  das  in  wütenden
Angriffen  den  Feind  zurückschlug  und  hierbei  den  Kommandeur  der
40.  Reservedivision,  General  von  Waenker,  verlor.  Auch  sämtliche
Wagen  und  Verwundeten  der  Gardedivision  folgten  ihm  und  wurden
  von  der  40.  Reservedivision  gerettet,  während  die  Gardedivision
selbst  nur  geringere  feindliche  Streitkräfte  vor  sich  hatte  und  besonders
  bei  Galkow  ohne  Schwierigkeiten  durchkam.

Dem  J.  Reservekorps  war  es  unterdessen  nicht  gelungen,  Lowitsch
zu  nehmen.  Es  hatte  sogar  zurückweichen  müssen,  und  der  Feind
hoatte  die  Möglichkeit  gehabt,  starke  Kräfte  —  wie  wir  saben  —  dem
XX.  und  XVII.  Korps  in  den  Zücken  zu  schicken,  so  daß  der  linke
Flügel  des  XX.  Korps  hatte  auf  Dobra  zurückgenommen  werden
müssen.  zetzt  gelang  es  nicht  nur,  die  Zückenbedrohung  zurückzuweisen,
  sondern  mit  der  3.  Gardedivision  und  dem  XXV.  Reservekorps
  die  weite  Lücke  zu  schließen,  die  zwischen  dem  rechten  Flügel
des  I.  Reservekorps  und  dem  linken  des  XX.  aufgesprungen  war.
Dem  Feinde  konnte  eine  —  wenn  auch  nur  dünn  besetzte  —  geschlelene
  Front  entgegengestellt  werden,  in  der  blutig  gerungen
wurde.

Wenn  auch  der  große  Sweck,  den  man  erstrebt  hatte,  nicht  erreicht
  worden  war,  so  hatte  man  doch  eine  ungeheure  Übermacht
geschlagen  und  dem  Gegner  für  absehbare  Seit  die  Möglichkeit  genommen,
  wieder  angriffsweise  vorzugehen.  Am  26.  Wovember  wurde
denn  auch  Generaloberst  von  HKindenburg  zum  Generalfeldmarschall
ernannt.  Auch  die  1.  Division  traf  jetzt  ein  und  wurde  auf  dem
linken  Flügel  eingesetzt.  Dann  kamen  Derstärkungen  aus  dem  Westen,
die,  wie  wir  sahen,  dort  erst  abgeschickt  wurden,  nachdem  jede  Hoffnung
  geschwunden  war,  dem  COffensivkampf  in  Flandern  eine  entscheidende
  Wendung  zu  geben.  Auch  in  Holen  kamen  sie  zu  spät,
um  wenigstens  einen  Teil  der  russischen  Armee  zu  vernichten,  nachdem
  die  Umgehung  über  Brzeziny  bereits  gescheitert  war  und  die
Russen  ihren  rechten  Flügel  von  Lods  bis  zur  Weichsel  von  Warschau—-wangorod
  her  wesentlich  verstärkt  hatten.  Sie  wurden  zudemt
  nicht  geschlossen,  sondern  je  nach  dem  Bedürfnis  der  Lage  ein-Zesetzt.


Suerst  kam  das  lI.  Korps  an,  das  sich  bei  Kalisch  sammelte  und