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dann  zur  Verstärkung  des  rechten  Flügels  neben  dem  XI.  Korps
eingesetzt  wurde.  Rechts  davon,  als  Verstärkung  des  Korps  Breslau,
  focht  das  XXIV.  Reservekorps  ohne  die  47.  Reservedivision,  die
auf  dringendes  Bitten  des  Generals  von  Conrad  diesem  überlassen
worden  war.  Das  III.  Reserve=  und  das  XIII.  Korps  aber  wurden
zur  weiteren  Unterstützung  des  rechten  Klügels  verwendet.

Bis  diese  Kräfte  eintrafen,  hatte  die  9.  Armee  schwere  Tage
zu  verleben.  Der  Großfürst,  der,  wie  wir  sahen,  Rennenkampf  von
der  10.  Armee  herbeigeholt  hatte,  um  den  Entsatz  der  bei  Lods  versammelten
  Kräfte  zu  organisieren,  und  sich  dauernd  verstärkte,  war
nach  dem  Rückzug  der  zur  Umfassung  angesetzten  deutschen  Truppen
seinerseits  zum  allgemeinen  Angriff  vorgegangen,  um  den  Ring  zu
sprengen,  den  die  9.  Armee  um  seinen  rechten  Flügel  gespannt  hatte,
und  konnte  dabei  mit  einer  großen  Uberlegenheit  rechnen.  Genau
läßt  sich  die  Truppenverteilung  der  Russen  allerdings  nicht  nachweisen,
  sicher  aber  ist,  daß  sehr  bedeutende  Derstärkungen  eintrafen,
daß  auch  große  Teile  der  ursprünglich  gegen  das  deutsche  Sentrum
angesetzten  5.  Armee  sowie  Kräfte  der  10.  Armee  herangezogen
wurden,  und  daß  infolgedessen  die  Deutschen  gegen  eine  erdrückende
Übermacht  zu  kämpfen  hatten,  gegen  die  sie  sich  nur  mühsam  hielten.
Nachdem  aber  die  Derstärkungen  aus  dem  Westen  eingetroffen  waren,
konnten  sie  trotz  der  feindlichen  Uberlegenheit  selbst  zum  Angriff  übergehen;
  der  hauptsächlichste  Rachdruck  lag  auf  dem  rechten  Flügel;
er  wurde  durch  einen  scharfen  Vorstoß  erleichtert,  den  die  Truppen
der  2.  österreichischen  Armee  unter  Boehm--Ermolli  auf  Hetrikau
führten.  Am  1.  Dezember  brachen  Hindenburgs  Truppen  vor  und
warfen  sich  in  die  Lücke,  die  zwischen  Habianice  und  der  Hetrikauer
Kampfgruppe  klaffte.  Ihr  Vorgehen  stellte  sich  als  eine  Durchbrechung
  der  russischen  Kront  dar.  Sie  rissen  die  bei  Lods  kämpfende
2.  und  5.  Armee  von  der  weiter  südlich  bei  Hetrikau  fechtenden
Gruppe  los  und  machten  es  unmöglich,  die  Stadt  Lods  weiter  zu
halten.  Derstärkungen,  die  von  Süden  heraneilten,  konnte  der  Großfürst
  in  ihr  selbst  nicht  mehr  einsetzen.  So  konnte  das  3.  kankasische
Korps,  das  von  der  Weichsel  herankam  und  den  4.  Dezember  nach
Noworadomsk  gelangte,  von  General  von  Woyrsch  verhindert  werden,
  die  Armee  von  Cods  rechtzeitig  zu  erreichen.  Dieser  hatte  die
1.  Garde-BReserve=  und  die  27.  österreichische  Division,  die  ihm  von
der  Armee  Dankl  überlassen  worden  war  —  letztere  mit  der  Bahn
über  Sieradz  —  auf  seinen  linken  Klügel  herangezogen.  Mit  dieser
Bilfe  war  es  ihm  gelungen,  das  russische  Korps  am  Erreichen  seines
Sieles  zu  verhindern.  Der  Großfürst  konnte  seine  Verstärkungen  nur
noch  benutzen,  um  eine  Aufnahmestellung  für  die  aus  Cods  zurückgehende
  Armee  an  der  Miazga  zu  nehmen.  Cods  war  vor  der  südlicken
  Umfassung  in  der  Nacht  vom  5.  zum  6.  Dezember  geräumt
worden,  nachdem  Habianice  gefallen  war.  Die  Schlacht  bei  Lods
war  von  den  Deutschen  gewonnen.  Der  Großfürst  aber  stand  immer