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nach  Mzana  Dolna.  Im  Verein  mit  Feldmarschalleutnant  Cjubicic,
der  mittlerweile  näher  an  Krakau  herangerückt  war,  griffen  sie  den
Feind  an  und  warfen  ihn  nach  Tordosten  zurück.  Die  deutsche  Division
focht  auf  dem  rechten  Flügel,  war  im  Angriff  erfolgreich,  und  wies  alle
Augriffe  ab,  die  gegen  sie  unternommen  wurden.  Nun  aber  kam  die
8.  Armee  unter  Brussilow  heran,  die  in  der  Swischenzeit  —  soviel  ich
ermitteln  konnte  —  gegen  die  Karpathenpässe  vorgeschoben  war,
griff  zunächst  mit  dem  VIII.  Korps  die  offene  Flanke  des  Generals-Rotk
  an  und  besetzte  Neu-Sandec.  Der  Kampf  entwickelte  sich  zu
einer  allgemeinen  Schlacht,  die  als  die  Schlacht  von  Limanova  bezeichnet
  wird,  in  der  zuletzt  die  3.  und  4.  österreichische  Armee  mit
zahlreichen  neu  gebildeten  Verbänden  und  rasch  herangeholten  Zeserven,
  unter  denen  sich  auch  manche  Landsturmtruppen  befanden,  mit
der  5.  und  8.  russischen  um  die  Entscheidung  rangen.  In  diesem
Kampfe,  der  am  12.  Dezember  1914  seinen  Böhepunkt  erreichte  und.
seine  Entscheidung  fand,  stand  die  deutsche  Division  an  der  entscheidenden
  Stelle,  am  Brennpunkt  der  österreichischen  Kront.  Don  zwei  Seiten
konnte  sie  auf  den  Böhen  von  Raibrod  angegriffen  werden;  aber  sie
stand  wie  ein  Kels  in  der  Brandung  und  trotzte  allen  Stürmen,  die
von  den  verschiedensten  Seiten  auf  sie  losbrachen.  Ohne  sie  hätten
die  Esterreicher  die  Schlacht  sicherlich  verloren.  Die  Entscheidung.
wurde  schließlich  dadurch  herbeigeführt,  daß  der  General  Boroevic
mit  Teilen  seiner  Armee  im  Rücken  des  russischen  VIII.  Korps  erschien,
  während  er  mit  dem  andern  Teile  die  übrigen  Korps  Brussilows
  vor  sich  her  nach  Mordosten  trieb.  Das  VIII.  Korps  der  Russen
deckte  sich  zwar,  indem  es  die  15.  Division,  eine  Schützenbrigade  und
eine  Kavalleriedivision  als  Nachhut  in  seinem  Rücken  bei  Neu-Sandec
stehen  ließ;  diese  Kräfte  aber  wurden  von  Boroevic  zurückgeworfen.
Sein  Stoß  führte  geradeswegs  in  den  Rücken  des  VIII.  Korps  und
drang  durch.  Dieses  aber  war  rechtzeitig  ausgewichen  und  hinter
den  Dunajec  zurückgegangen.  Radko  Dimitrieff  sah  damit  seine
Schlacht  verloren.  Er  behauptete  sich  zwar  noch  mit  Vachhuten  bis
zum  14.  Dezember  14  früh,  dann  aber  zog  er  ab  und  ging  hinter
die  Bialla  und  den  unteren  Cauf  des  Dunajec  zurück.  Brussilows
8.  Armee  war  bereits  im  Becken  von  Krosna  angekommen.  Er  hatte
das  Schlachtfeld  von  Limanova  geräumt,  die  Duklasenke  und  den
Karpatkenkamm  preisgegeben  und  sammellte  sich  rückwärts.  Auch  die
0.  russische  Armee,  die  die  Belagerung  von  Krakau  bereits  begonnen
  hatte,  schloß  sich  diesem  Rückzuge  an  und  ging  hinter  die
Nidda  zurück,  denn  mittlerweile  war  auch  im  Sentrum  die  Entscheidung
  gefallen.

Sunächst  hatten  bei  Belchatow  vier  österreichische  Infanteriedivisionen,
  das  Kavalleriekorp=  Rauer,  eine  preußische  Garde-Reservebrigade
  und  die  8.  Kavalleriedivision  im  Kampfe  gelegen.  Allmählich
aber  war  die  ganze  2.  österreichische  Armee  in  diesen  Kampf  verwickelt
  worden.  Noch  am  7.  Dezember,  nachdem  er  eben  Lods  ge-