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rãumt,  hatte  der  Großfürst  Verstärkungen  nach  Petrikau  gesandt,
weil  er  hoffte,  durch  einen  Durchbruch  in  der  Mitte  der  Schlachtlinie
  die  Verluste  bei  Cods  ausgleichen  zu  können.  So  kam  es,  daß,
während  Mackensen  an  der  Miazga  focht,  bei  Belchatow  noch  um
die  Entscheidung  gerungen  wurde,  und  Kankasier,  Moskauer  Grena-Diere,
  Teile  des  russischen  XVI.  Korps,  Ural-  und  Gardekosaken  in
verzweifeltem  Ansturm  den  siegreichen  Durchbruch  zu  erzwingen
suchten.  Ihre  Bemühungen  scheiterten  an  dem  tapferen  Widerstande
der  gegnerischen  Kräfte.  Als  dann  sowohl  im  Norden  Cowitsch  fiel
als  auch  im  Süden  die  Esterreicher  bei  Limanova  siegreich  waren
und  die  Belagerung  von  Krakau  aufgegeben  werden  mußte,  da
gingen  die  Russen  auf  der  ganzen  Front  zurück  und  bequemten  sich
endlich  zum  Stellungskriege  an  dem  Bsura—Rawbka-Abschnitt,  der
oberen  Hilitza,  der  Nida  und  dem  Dunajec.

Die  Deutschen  hatten  ihren  letzten  Sweck,  den  Gegner  vollständig
zu  vernichten,  allerdings  nicht  erreicht.  Aber  seine  Angriffskraft  war
endgültig  gebrochen,  und  trotz  seiner  vielfachen  UÜberlegenheit  war  er
fortan  gegen  Deutschland  wenigstens  auf  die  Derteidigung  beschränkt.
Auch  die  Esterreicher  hatten  sich  siegreich  behauptet,  wenn  es  ihnen
auck  nicht  vergönnt  war,  Galizien  zurückzuerobern.  Sie  konnten  mit
Befriedigung  auf  ihre  siegreiche  Abwehr  blicken,  die  ihnen  allerdings
nur  dank  einer  tapferen  deutschen  Division  gelungen  war.  Ein  Weremutstropfen
  fiel  allerdings  in  ihren  Siegesbecher:  der  Derlust  von
Serbien.

Vach  dem  ersten  für  die  Gsterreicher  verlorenen  Feldzug  in  Galizien
hatten  die  Serben  einen  kurzen  Vorstoß  auf  Syrmien  und  das  Banat
gemacht,  waren  aber  unter  erheblichen  Derlusten  zurückgeworfen
worden.  Dann  hatte  Feldzeugmeister  Hotiorek,  der  die  Esterreicher
führte  und  sich  im  Vertrauen  auf  die  Gunst  des  Kaisers  um  die
Weisungen  der  Obersten  HBeeresleitung  wenig  kümmerte,  mit  der
5.  und  6.  Armee  den  Angriff  erneuert.  Er  drang  noch  einmal  über
die  Drina,  sicherte  seine  rechte  Klanke  durch  einen  siegreichen  Dorstoß
in  die  Gegend  südlich  Sarajevo  und  ging  dann  entschlossen  zum  Angriff
  gegen  die  serbische  Armee  vor.  Es  gelang  ihm,  trotz  der  Ungunst
  der  Witterung  und  der  unglaublich  schlechten  Wege,  die  jeden
Nachschub  aufs  höchste  erschwerten,  siegreich  bis  in  die  Linie  Uzice—
Daljevo—SBelgrad  vorzudringen  und  sich  sogar  der  serbischen  Raupt-Ktadt
  zu  bemächtigen.  Dom  Siegesbewußtsein  getragen,  wollte  er
aus  dieser  Stellung  den  Feind  angreifen  und  ihm  durch  doppelte
Umfassung  eine  endgültige  Tiederlage  beibringen.  Die  Serben  aber
waren  konzentrisch  auf  Arangjelovac  zurückgegangen  und  brachen  nun
neugekräftigt  auf  der  inneren  Linie  vor,  indem  sie  zuerst  sich  gegen
den  rechten  Flügel  der  Esterreicher  wandten  und  diesen  über  die
Drina  zurückwarfen  und  dann  mit  der  HBauptmasse  den  linken  Klügel
Dotioreks  angriffen,  diesen  zum  Rückzug  zwangen  und  das  verlorene
Belgrad  den  14.  Dezember  wieder  eroberten.