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reichischen  Truppen  bestehende  Gruppe  gebildet,  die  bei  Ottynia
den  linken  Flügel  Pflanzer-Baltins  entlastete.  .

.  Die  Kämpfe  in  den  Karpathen  stellten  an  die  Truppen  die  höchsten
  Anforderungen.  Selbst  im  Gefecht  mußten  sie  sich  durch  den
Schnee  vorwärts  schaufeln.  Die  Unterkunft  war  mehr  als  dürftig.
Der  gesamte  Heeresbedarf  und  die  Derpflegung  mußten  auf  Tragtieren
  auf  die  Berge  geschleppt  werden.  Die  Artillerie  wurde  mit
Menschenkräften  hinaufgeschafft.  Oft  versanken  die  Mannschaften  im
Schnee.  Schwere  Gliedererfrierungen  kamen  in  Menge  vor.  Aber
trotz  allem  Ungemach  behielt  die  Truppe  ihre  Angriffsfreudigkeit
und  focht  mit  der  alten  bewährten  Kraft.

In.  Ostpreußen  waren  mittlerweile  die  Grenzkämpfe  fast  ununterbrochen
  fortgegangen.  Auf  der  Cinie  Wloclawek  —  Mlawa—
Willenberg  war  wiederholt  gekämpft  worden.  Im  Laufe  des  Januar
aber  wurden  dem  Oberkommandeur  Ost  vier  neue  Armeekorps  zur
Derfügung  gestellt.  Drei  von  ihnen,  das  XXXVIII.,  XXXIX.  und  XL.
waren  neu  formiert.  Als  viertes  gesellte  sich  das  XXI.  zu  ihnen,
das  zum  größten  Teil  aus  Elsaß-Lotkhringern  bestand  und  daher  im
Westen  nicht  gut  gebraucht  werden  konnte.  Zindenburg  beschloß,
sie  gegen  die  10.,  jetzt  von  General  von  Sievers  kommandierte
Armee  zu  verwenden  und  diese  womöglich  zu  vernichten.  Sugleich
aber  wurde  die  Südgrenze  Cstpreußens  nach  öglichkeit  gesichert.
Das  war  dringend  notwendig  geworden.  .-.

Der  Großfürst  hatte  seinen  „gigantischen“  Plan,  mit  starker
Macht  über  die  Karpathen  vorzubrechen,  noch  weiter  ergänzt.  Er
zog  allem  Anschein  nach  eine  neue  12.  Armee  in  Mordpolen,  halbwegs
Nowogeorgiewsk—Thkorn#  zusammen,  um  mit  ihr  in  die  Länder  dicht
öSstlich  der  unteren  Weicksel  einzubrechen,  alle  deutschen  Truppen,
die  östlich  der  Weichsel  standen,  im  Rücken  zu  fassen,  und  sie  im  Verein
  mit  der  10.  Armee  zu  vernichten.  Dem  mußte  auf  alle  Fälle
vorgebeugt  werden.  «  .

Es  wurde  daher  das  XX.  Korps  nach  Ortelsburg  gefahren,
wo  es  zugleich  bereitstand,  gegen  Comscha  und  Ossowietz,  also  gegen
die  Narewfestungen,  verwendet  zu  werden.  Es  wurde  absichtlich
spät  —  erst  Anfang  Februar  1915  —  seinem  Bestimmungsort  zugeführt,
  um  nicht  vorzeitig  die  Aufmerksamkeit  des  Feindes  auf
Ostpreußen  zu  lenken.  Ihm  folgten  dann  aber  sehr  bald  das  l.  Reservekorps
  und  die  6.  Kavalleriedivision  nach  Willenberg,  die  5.  Infanteriedivision
  nach  Reidenburg  und  die  1.  Garde-Reservedivision
von  der  Abteilung  Worrsch  nach  Soldau.  Der  Aufmarsch  dieser
Truppen  konnte  etwa  am  20.  Februar  beendet  sein.  General  von
Gallwitz  sollte  den  Befehl  über  die  Truppen  zwischen  Weichsel  und
Orschitz  übernehmen  und  nach  vollendeter  Dersammlung  nach  Süden
vorstoßen,  während  das  XX.  Korps  dem  rechten  Flügel  der  zum
Angriff  auf  die  10.  Armee  bereitgestellten  Truppen  folgen  sollte.
Diese  sollten  gleich  nach  ihrem  Eintreffen  gegen  die  Russen  vor-