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brechen,  um  die  Gefahr  zu  verringern,  daß  ihr  Aufmarsch  vom
Feinde  gemerkt  würde.

Das  war  um  so  mehr  zu  befürchten,  als  sie  auf  dem  äußersten
linken  Flügel  der  gegen  die  Armee  Sievers  aufgebotenen  Truppen
ausgeladen  werden  sollten,  wo  sie  von  feindlichen  Fliegern  nur  allzuleicht
  wahrrgenommen  werden  konnten.

Sie  waren  in  zwei  Armeen  geteilt,  die  10.  und  die  8.,  die  von
den  Generalen  von  Eichhorn  und  Otto  von  Below  geführt  wurden.
Ersteren  hatte  die  Oberste  Reeresleitung  mit  Stab  zur  Verfügung
gestellt;  letzterer  führte  schon  seit  dem  7.  Movember  1914  die  8.  Armee,
da  General  von  Francçois,  wie  wir  wissen,  als  kommandierender
General  nach  dem  Westen  versetzt  worden  war.  Die  kampfkräftigsten
Truppen  sollten  an  den  Flügeln  eingesetzt  werden,  die  zur  Umfassung
des  Feindes  bestimmt  waren;  im  Mittelraum  wollte  man  sich  mit
Truppen  geringerer  Leistungsfähigkeit  im  Marschieren  begnügen.
Nack  diesen  Gesichtspunkten  wurde  der  Aufmarsch  angeordnet.  Am
äußersten  linken  Klügel,  bei  Slowiki  an  die  Szeszupa  gelehnt,  standen
von  links  anfangend  bis  Kussen  das  XXI.,  das  XXXVIII.  und  das
XXXIX.  Reservekorps.  Rechts  daneben  die  Hauptreserve  von  Königsberg,
  die  jetzt  Landwehrdivision  Königsberg  hieß.  Den  linken
Flügel  der  10.  Armee  deckten  die  1.  Kavalleriedivisiom  und  die
5.  Garde-Reservebrigade;  an  ihren  rechten  schloß  die  8.  Armee  an.
Ihr  XL.  Korps  bildete  hinter  der  Johannisburger  Heide  den  äußersten
rechten  Flügel;  hinter  ihr  folgte  die  4.  Kavalleriedivision.  Links  schloß
sich  die  2.  Division  des  I.  Armeekorps  an,  die  durch  Landwehren
unter  dem  Generalleutnant  Kosch  zu  einem  Korps  aufgefüllt  gewesen
zu  sein  scheint.  Dem  rechten  Flügel  beigegeben  war  die  3.  Kavalleriebrigade.
  Die  Mitte  der  ganzen  Schlachtaufstellung  und  den  linken
Flügel  der  8.  Armee  bildeten  die  3.  Reservedivision,  die  stark  mit
Candsturm  durchsetzten  1.,  10.  und  Ul.  LCandwehrdivisionen  —  von  denen
eine  der  2.  Infanteriedivision  angegliedert  gewesen  zu  sein  scheint  —
und  die  5.  Infanteriebrigade.  Auch  über  die  Kriegsbesatzung  von
Cötzen  und  andere  Festungstruppen  scheint  die  Angriffsarmee  verfügt
  zu  haben.  Da  mir  offizielle  Quellen  jedoch  nicht  zur  Derfügung
stehen,  läßt  sich  die  Derteilung  der  Truppen  nicht  genau  nachweisen.
Es  genügen  aber  auch  die  gemachten  Angaben,  um  den  leitenden  Gedanken
  der  ganzen  Schlachtanlage  zu  verfolgen.  250  000  Mann  wurden
  für  diesen  Entscheidungskampf  aufgeboten.  Es  kam  alles  darauf
an,  daß  der  rechte  Flügel  der  8.  Armee  und  der  linke  der  10.  so  rasch
als  möglich  vorwärts  kamen,  um  dem  Gegner  die  Rückzugsstraßen
zu  verlegen,  während  zu  gleicher  Zeit  die  in  der  Front  angesetzten
Truppen  den  Feind  durch  Angriffe  so  lange  als  möglich  aufhalten
sollten.  Dieser  Leitgedanke  war  in  der  ganzen  Armee  lebendig,  als
die  Operationen  gegen  den  etwa  gleich  starken  Feind  begannen.
Das  Dertrauen,  daß  Bindenburg  nichts  fordern  würde,  als  was
durchaus  nötig  sei,  war  unbedingt;  er  konnte  von  der  Truppe  ver-